Für ein System ähnlich der OV-Chipkaart - nein, nein, nein! (Fahrkarten und Angebote)

JanZ, HB, Dienstag, 27.09.2016, 18:07 (vor 3525 Tagen) @ Hustensaft

Ein ganz entschiedenes: Nein!

Es geht niemanden etwas an, ob, wo und wieviel ich fahre - und mit einem Chipkartenfahrschein muss ich diese Daten offenlegen.

Dass es die OV-Chipkaart auch anonym gibt, ist dir bekannt?

Ich trage das Risiko - sowohl für eigenes Versagen als auch für fremde Fehler - auch das lehne ich ab. Für eigenes Versagen in der Form, dass ich vergessen kann mich "einzustechen" (und damit ungewollt schwarzfahre, was mir zumindest mit einer Zeitkarte nicht passieren kann) oder "auszustechen" (und dann bezahle ich für Dinge, die ich gar nicht genutzt habe, was mir mit einem Papierfahrschein nie passieren kann). Für fremdes Versagen, dass interessanterweise viele (oder alle?) Verkehrsunternehmen erst einmal davon ausgehen, dass ihre Technik funktioniert und mir der Beweis des Gegenteils obliegt - und da hatten wir schon ein Beispiel in der Familie, bei dem sich dieser Beweis schnell erbringen ließ, dennoch muss man aufpassen wie ein Schießhund, dass die Daten - das passiert teilweise schon automatisiert - nicht bereits bei einer Auskunftei (meist Infoscore) gelandet sind und meinen "Wert" verschlechtern, obwohl ich mich nicht falsch verhalten habe. Und warum muss ich nachweisen, dass ich eine Zeitkarte habe, nur weil das Verkehrsunternehmen die von ihm ausgegebene Karte nicht lesen kann? Ich habe den Aufwand dort anzurufen, das aufzuklären etc., umgekehrt wäre das wohl richtig.

An sich Zustimmung, allerdings kann es bei Papierfahrscheinen auch passieren, dass du zu weit oder einen unerlaubten Umweg fährst oder je nach Verbund vergisst zu entwerten. Oder dass du einen zu teuren Fahrschein kaufst, was dem "für Dinge bezahlen, die du nicht nutzt" gleichkommt. Vielleicht könnte man ja auch Papier und Chipkarte parallel anbieten, dann kann sich jeder aussuchen, welche Nachteile er in Kauf nimmt. Einen Tod müssen wir sterben, wie mein Chef sagen würde. Vielleicht kann man ja auch die von dir beschriebenen Nachteile durch entsprechende AGB abmildern? Ein pauschales "Nein, nein, nein" ist mir da zu dogmatisch.


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