Bern Wankdorf vs. A'dam / Den Haag / R'dam / Utrecht. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 12.11.2015, 20:28 (vor 3866 Tagen) @ caboruivo

Hallo caboruivo,

Ihr habt keinen echten Fernverkehr in den Niederlanden? Da habe ich aber etwas anderes in Erinnerung.

Sowohl das eingesetzte Fahrzeugmaterial als die durchgesetzte Haltepolitik als die vmax von lediglich 140 km/h sind für mich keine Assoziationen mit dem Begriff "Fernverkehr", auch wenn es "IC" von Den Haag bis Groningen, von Alkmaar bis Maastricht oder von Schiphol bis Enschede gibt.
Da steht die Schweiz schon besser da. ICs immer mit Restaurant (sogar die deutschen ICEs haben das nicht immer), bis zu 200 km/h schnell und im Dreieck Basel-Bern-Zürich wird eine Stunde nonstop gefahren.
Lediglich das Produkt "IC Direkt" kommt etwas in die Richtung von Fernverkehr, obwohl die Strecke Amsterdam-Breda auch nur etwa so lange ist wie Bern-Zürich.

In dem von Alphorn zitierten NZZ-Artikel wird Amsterdam als Paradebeispiel genannt: Die Aufteilung der IC auf Centraal und Zuid. Das lässt sich auf Zürich nur minim anwenden.

Das hat auch damit zu tun, dass via Südachse (Schiphol-Amsterdam Zuid-Amsterdam RAI-Duivendrecht-Diemen Zuid-Weesp) vor allem durchfahrende West-Ost "IC"s fahren (nach Groningen, Leeuwarden und Enschede), und via Lelylaan-Sloterdijk Züge die in Amsterdam Centraal enden.

In Zürich geht's Richtung Osten eigentlich nur bis Chur. Richtung Süden geht's nach Arth-Goldau oder Luzern, aber ab Bern kann man dann besser den direkten IC via Zofingen nehmen. Dann lohnt sich Altstetten weniger.

Zwischen Oerlikon und Altstetten gibt es die tangentiale Käferberglinie, der einzige taktmässige Verkehr dort verschwindet aber im Dezember, er wird auf die Durchmesserlinie verlegt, um Zürich HB doch anzubinden.

In Utrecht hatte ich auch mal so eine Idee eines kleinen unterirdischen Bahnhofs, quer auf die NW-SO Richtung. Die "IC"s Den Haag/Rotterdam - Utrecht - Groningen/Leeuwarden/Enschede brauchten dann nicht mehr zu wenden. Auf Den Haag/Rotterdam - Amersfoort gibt es 15-Minutentakt. Hinzu kämen noch interessante "Sprinter" Durchbindungen wie Woerden - Hilversum/Baarn/Zwolle (diese enden alle in Utrecht). Bei 10-Minutentakt hätte auch der "IC" aus Leiden weiterfahren können.

Na gut, das kommt alles nicht; stattdessen sollen die in Utrecht endenden "Sprinter" aus Breda und Tiel nach Woerden fahren. Mit dem 10-Minutentakt kommt ein extra "Sprinter" Geldermalsen-Woerden dazu.

Die andere Lösung ist, dass ein Zug mehrmals in einer Stadt anhält. Bei IC wird das schwierig, ist aber bei IR durchaus zumutbar (Oerlikon, Altstetten). Würde man den Zusatz-IC mit Halt in Altstetten und Wankdorf als IR bezeichnen, wäre das Geschrei wohl halb so laut.

Gut, dass Ihr den IR noch habt. Bei uns war diese Zuggattung nicht mehr durchzusetzen, also verschwand sie ab 2007. Somit ermöglichte sich der 15-Minutentakt. Der IC wurde dann ein "IC" und nahm teilweise die IR-Halte mit.

Sollte es zum 15-min IC-Takt Zürich-Bern kommen, könnte man die Züge Zürich ab xx:15 und xx:45 im Wankdorf anhalten lassen, um dann einen Anschluss an die IC nach Brig bzw. Interlaken im Wankdorf herzustellen. Zürich-Brig wäre dann in der Umsteigeverbindung 15 min kürzer als im direkten Zug.

Ist Wankdorf dann Taktknoten? Wenn ja, dann stehen halbstündlich 4 ICs da: von/nach Brig und von/nach Interlaken. Dann braucht man zwei extra Gleise.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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