Ich habe eine blöde Marotte: (Allgemeines Forum)

gnampf, Mittwoch, 08.07.2015, 17:53 (vor 3931 Tagen) @ guru61

Die Anlagen waren zum Zeitpunkt der Umrüstung auch schon gegen 20 Jahre alt. Also am Ende der lebensdauer der Elektronik. Ersatzteilversorgung wird dann zunehmend schwieriger und teurer. Also kommt dann mal der Zeitpunkt, wo man über den Ersatz der Komponenten nachdenken muss. In der Schweiz ist es üblich, dass nach ca 20 Jahren, in der Mitte der lebensdauer ein Refit ansteht.

Aber in Deutschland regierte ja mittlerweile der Rotstiftakrobat ;-) Vielleicht kann ja irgendwann noch jemand mit DB-Erfahrung Licht ins Dunkel bringen

Komisch ist, dass der ICE 1, den ich morgens zu benützen pflege, selten Probleme mit dem Klima hat. Offensichtlich ist, trotz er vor der Klimaerwärmimng konzipiert worden ist, für eine höhere Temparatur ausgelegt.

Ich würde auch fast behaupten, Auslegungsprobleme gabs maximal bei den ICE3 mit ihren Luft-Klimas. Wobei Auslegungsprobleme eigentlich auch gar nicht so dramatisch sind, wenn es draußen 45 Grad hat müssen drinnen ja nicht amerikanische 18 Grad herrschen. Wenns stattdessen dann 25 Grad sind empfinden es viele womöglich immer noch als kühl... und der Schock wenn man den Zug verläßt ist auch nicht so groß. Schlecht wirds eigentlich nur, wenn die Auslegungstemperatur gleichzeitig die Ausfalltemperatur ist.

Offener Regelkreis, so ists bei meiner Frau ihrem Corsa: Der Kompressor plöderlet vor sich hin, und die Luftklappen regeln die Temperatur.
dafür muss alles von Hand geregelt werden. so alle 5 - 10 Minuten ist man am Regler oder Klappenmechanismus am verstellen.
Regelung sieht anders aus! :-)

Eine der intelligentesten Regelungen, die existiert: der Mensch ;-) Ich hab schon diverse Fahrzeuge mit Klimaautomatik erlebt, aber rundum begeistert hats mich noch nicht, geschweige denn das ich mal die angezeigte Temperatur als reale Temperatur empfunden hätte. Der Abstand der wenigen Sensoren zu Fahrer, Luftauslässen, etc. ist einfach nicht optimal wählbar, so daß die Elektronik ein anderes "Empfinden" hat als der Mensch. Noch schlimmer wenn mehrere Menschen ins Spiel kommen, vorne und hinten verteilt, oder gar der Hersteller denkt er könne die linke und rechte Seite unabhängig regeln und 2 Klimazonen im Auto erschaffen.

Ich denke, dass auch bei den heutigen thermostatisch geregelten Systemen im Auto, der Regelungsaufwand gestiegen ist.

Klar, da hockt jede Menge Elektronik drin, aber leider machts das halt nicht unbedingt besser, sondern erhöht erstmal die Ausfallmöglichkeiten.

Wie willst du eine Klimaanlage automatisch laufen lassen, wenn du keine genaue Regelung hast? Und Regelung bedingt nun auch Messen, denn du kannst nur regeln, nachdem du weisst, was passiert.

ungeregelt, bzw. manuell geregelt. Ein Individuum verschiebt die Mischung aus warmer und kalter Luft und gibt die Lüftergeschwindigkeit vor. In wie weit es mit den veränderlichen Bedingungen klar kommt weiss ich nicht, würds aber nicht für unmöglich halten... auch im PKW mit manueller Klima muß ich nachdem die Temperatur erstmal erreicht ist nicht mehr unbedingt viel rumregeln.

Doch: der Regler für das Zugpersonal verändert die Temperatur noch um +- 2 Grad.

Aber es steht nicht drauf "Raumtemperatur-Sollwert jetzt 21 Grad", sondern nur eine blau-rote Skala, oder?

Die Klimanlagen der EWIII waren teilweise ein Flop: Die Verdampfer waren hintereinander montiert und zu fein. Dadurch verschmutzen sie schnell. Manchmal hat sich zwischen den Verdampfern ein Vlies gebildet, dass den Wärmetausch unterband.

Womit wir auch wieder bei dem Thema Filter wären... die waren da vermutlich recht grob, oder?

Die EW IV hatten und haben eigentlich selten Probleme mit den Klimaanlagen. Die waren vom ersten Tag an ausgereift und betriebstauglich. Das sind sie bis heute.

Und nach den Erfahrungen mit dm EW III liefs dann vermutlich auch mit der Wartung.

IC 2000: Dort musste man die Lüftung drosseln: Anfangs war es ein richtiges Heugebläse. In meinen Augen hat man zuviel gedrosselt. Im Sommer wäre mehr Luftdurchsatz gut.

Aber auch keine besonderen Ausfälle, sondern beim Design in Hinblick auf das Geräuschverhalten was geschlafen. Solange das ganze zumindest zuverlässig arbeitet zwar nicht toll, aber akzeptabel.

Zur Wartung heute, kann ich nicht viel dsagen: Aber die Kompressoren haben Betriebstundenzähler. Ich nehme an, dass bei Revisionen die Kompressoren augetauscht und aufgearbeitet werden. Genau kann ichs aber nicht sagen.

Vermute ich auch, ich wüsste sonst nicht, wie man einen angehenden Schaden im Vorfeld feststellen könnte, vor allem ja eine ganze Zeit im Vorfeld, denn solche Untersuchungen will man ja nicht im Wochenrhythmus machen.
Regelmäßiger Austausch kostet aber natürlich Geld... wenn der Rotstift agiert könnte es also auch auf eine deutliche Verlängerung der Intervalle oder "arbeiten bis er Tod umfällt" hinauslaufen. Wobei letzteres vermutlich aufgrund der möglichen Folgen (Späne im System) doch nicht gemacht wird.

Klimaprobleme, dass ganze Züge geräumt werden müssen, dass Klimaanlagen reihenweise aussteigen, haben wir in der Schweiz nicht. Es kommt schon mal vor, dass ein Wagen nicht kühlt. Aber eher selten.

Also vermutlich auch bei der DB ein reines Wartungsproblem, und kein Problem der Technik an sich.
Hoffen wir mal, daß es nicht an kleinen Dingen wie verdreckten Verdampfern oder Kondensatoren oder zu wenig Kältemittel liegt... damit die rausgezögerte Wartung wenigstens finanziell auch was gebracht hat.


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