+211 - Ein kleiner Bericht. (Reiseberichte)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 13.08.2014, 10:42 (vor 4283 Tagen) @ agw

Die Kritik ist wohl weniger, dass die Bahn-Mitarbeiter nicht 24/7 arbeiten wollen.

Eben. Das würde kein normal denkender Mensch verlangen. Der Fehler liegt nicht bei jedem einzelnen Mitabeiter, der sich "an vorderster Front" mit verärgerten Kunden rumärgern muß. Der Fehler liegt weiter oben, da, wo der Personalbedarf geplant wird.

Die Kritik ist eher, dass es generell zu wenig Mitarbeiter gibt, dass man sowas auch ohne staendigen persoenlichen Verzicht der Mitarbeiter hinbekommt.

Der Sinn einer vernuneftigen Rufbereitschaft ist ja nicht, dass die Rufbereitschaft es so gerade schafft, die Arbeit zu erledigen.
Der Sinn ist, dass im schlimmsten zu erwartenden Falle die Arbeit problemlos gemacht werden kann.

So sehe ich das auch. Eine Rufbereitschaft während der man nicht gebraucht wird, ist ja auch was anderes als "frei" zu Hause zu sitzen. In vielen Branchen gibt es dementsprechende Regelungen. Wer Rufbereitschaft hat, wird dafür in aller Regel auf gewisse Weise entlohnt, und wenn er gerufen wird, erst recht.

Ein Bekannter von mir arbeitet beispielsweise beim Fahrleitungsbau eines Verkehrsbetriebs, der muß auch regelmäßig Rufbereitschaft machen. Dadurch hat er aber nicht weniger echte Freizeit, in der er nicht gerufen werden kann, oft aber mehr Quasi-Freizeit, in der er zwar in der Stadt bleiben muß, sich nicht zusaufen darf, etc, aber trotzdem nicht arbeiten muß und dafür eine gewisse Bezahlung (weniger natürlich als während der aktiven Arbeitszeit) erhält.

Warum sollte so etwas nicht auch bei der Bahn möglich sein, außer aus dem Grund, das sonst die armen Manager ein paar tausend Euro weniger im Jahr verdienen? (buhuuuschnüff)

Diese Forderung berechtigt findende Grüße
der Colaholiker


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum