+211 - Ein kleiner Bericht. (Reiseberichte)

Alexander, Dienstag, 12.08.2014, 18:33 (vor 4283 Tagen) @ westtoeast

Hi,

Alles in allem kommt es doch selten vor, und man weiß es ja, wenn man sich auf den Job einlässt. Umgekehrt kann das Personal im Zug ja auch nicht auf einmal Schluss machen, sondern hängt Stunde um Stunde ran. Dein Gedankengang ist zudem auch etwas unsolidarisch den Kollegen gegenüber, die gerade sowieso im Dienst sind und dann an der DB Information eben noch mehr Ärger abkriegen, die würden sich sicher über ein paar helfende Kollegen freuen. Und mit ein paar Stunden Vorlauf sollte da schon etwas zu organisieren sein.

es mag auf dem ersten Blick unsolidarisch aussehen, aber viele haben sprichwörtlich das Handtuch geworfen und kommen nur noch auf Arbeit wenn es im Dienstplan steht - grade im Bereich bei Station&Service.

Nach meiner Ausbildung war ich nur ca. 6 Monate u.a. an einer DB Information an einem großen Bahnhof in Süddeutschland eingesetzt. In 6 Monaten habe ich es auf über 250 Überstunden gebracht (welche am Ende zu einem lächerlichen Stundenlohn ausgezahlt wurde, da es keine Möglichkeit zum abbauen gab und ich Station&Service verlassen habe).
Wenn ich mir den online Stellenmarkt anschauen fehlen an diesem Bahnhof eine zweistellige Anzahl an Mitarbeiter - ich denke es wir speziell bei Station&Service an jedem großen Bahnhof in Deutschland ähnlich aussehen.

Daher ist die Bereitschaft der Mitarbeiter zusätzlich reinzukommen beinahe gegen 0 gesunken. (Hohe Überstundenanteil - oft 6 Schichten am Stück und kaum Freizeitausgleich, bei einem nicht gerade üppigen Gehalt)
(Natürlich bleiben viele länger - z.B. Spätschicht wird verlängert, aber das ist am Ende ein Bumerang, denn der Mitarbeiter fehlt dann ggf. am nächsten Tag...)


Viele Grüße

p.S.: ich will das natürlich nicht gut heißen, es sind am Ende nur Organisatorische Probleme bzw. man ist nicht gewillt Geld in die Hand zu nehmen. (Rufbereitschaft ist für die Mitarbeiter finanziell sehr lukrativ...)

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)


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