Einseitige Stützung ist der große Unsinn (Allgemeines Forum)

Ösi, Montag, 04.06.2012, 00:31 (vor 5055 Tagen) @ TheFons

Wichtig ist nicht die Rede von "Energiewende", "Demokratisierung" oder sonstwie politisch inspierten Luftschlössern; wichtig ist: was funktioniert und was ist rentabel ?

Die Solarenergie ist es nicht und wird es auch in Jahrzehnten im Vergleich zu den herkömmlichen Energiearten nicht sein. Nicht umsonst wird die Solarenergie seit Jahren hoch subventioniert (und die Subventionsempfänger, ja, oft kleine Haushalte, halten die Hand genauso bereitwillig auf wie größere Unternehmen). Die großen bösen, bösen Vier (und der deren Kunden) müssen den politisch gewollten Unsinn teuer über Steuern und Abgaben bezahlen. Soviel zu den Anhängern der Sonnenenergie.
Kurz: die Besitzer von Solaranlagen leben objektiv auf Kosten des Restes der Gemeinschaft. Solch ein Verhalten würde ich als ethisch fragwürdig bezeichnen, deutlich fragwürdiger übrigens als das rein kapitalistische Gewinnstreben am Markt.

Für die Windenergie gilt ähnliches, wenn auch in Deutschland für Windenergie bessere Verhältnisse herrschen als für Solarenergie.

Siehe http://ice-treff.de/index.php?id=184598

Was die generell kritische Tendenz gegen die Energieunternehmen betrifft, die auch von sonst klaren Denkern wie Mario (Solidarität an seine Adresse) vertreten wird, sollte man sich vor Augen führen, dass die Steigerung der Energiepreise praktisch ausschließlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: die hohe Besteuerung von Engergie auf der Basis grünlinker Ideologie und die Inflation, die Entwertung des Geldes (durch Vermehrung der Geldmenge). Beide Faktoren wiederrum sind auf staatliche Geldgier zurückzuführen. Wer die Energiepreise von heute mit denen von vor 25 Jahren vergleicht und die Inflation sowie die neuerdings so hohen Energiesteueren herausrechnet (was nicht ganz einfach ist), wird feststellen, dass die Preis in Wirklichkeit überhaupt gar nicht oder nur leicht gestiegen sind.

Dahinter steckt nicht "grünlinke Ideologie", sondern einfach das Denken über die Nasenspitze hinaus.

Es ist eigentlich ganz einfach: Die Energiewende muss so oder so kommen, da irgendwann die Rohstoffe so knapp werden, dass Energie unleistbar wäre. Es gibt nun zwei Möglichkeiten:

- Wir leiten die Energiewende sofort ein und investieren jetzt: das kostet zwar jetzt etwas mehr, erlaubt es uns aber, ganz entspannt die Rohstoffknappheit zu überstehen, da die Energieerzeugung schon längst umgestellt ist. Außerdem sorgt man für einen Vorsprung der deutschen Hersteller am internationalen Markt, der z.B. im Falle der Solarzellen von China nur mit mehreren Jahren Vorlauf und massiven direkten Subventionen an die Hersteller eingeholt werden konnte.
- Wir warten, bis es schlagend wird und investieren erst dann: dann ist Energie zwar jetzt schön billig, aber wenn Rohstoffe knapp werden, dann kracht die Wirtschaft, und zwar gewaltig - und die notwendigen Investionen sind auch um einiges höher bzw. auf einen viel kürzeren Zeitraum konzentriert, da gerade das System der abnehmenden Einspeisevergütungen zu einer steten Weiterentwicklung der EE-Technik führt. Würde man das alles in wenigen Jahren machen müssen, müsste man entweder um einiges mehr in Forschung und Entwicklung investieren oder mit ineffizienten Kraftwerken an den Start gehen.


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