Gibt schon Versuchsanlage (Video) (Allgemeines Forum)

Mario, Sonntag, 03.06.2012, 13:30 (vor 5065 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von Mario, Sonntag, 03.06.2012, 13:34

Bis vor ca. einem Jahr hätte ich gesagt, mit der Atomkraft läßt sich die benötigte Energiemenge absichern. Jetzt, wo wir die hochgelobte, alternativlose Energiewende haben, sage ich Dir: Wir werden darum betteln, daß dieselelektrische Lastwagen fahren, weil wir sonst nicht die massenhaft überschüssige regenerative Energie loswerden und die Netze zusammenbrechen können. Über die Kosten brauchen wir nicht reden, da alles schön im Strompreis verpackt wird. Und da man uns Verbraucher beizeiten auf steigende Strompreise konditioniert hat, ist kein großer Widerstand zu erwarten.

Ich kann diesen momentanen Wahn mit den Winrädern, Solaranlagen und Biomassekraftwerken auch nix abgewinnen und halte sie sogar für höchst idiotisch und ideologisch. In Bayern soll im Zuge der Abschaltung der 5 Reaktoren die Energieerzeugung bis 2022 ja so umgestellt werden, dass die regenerativen Energien angeblich dann den Heutigen Atom-Anteil von ca. 50% einnehmen sollen. Dass dies völlig unrealistisch ist, erkennt jeder mit normalem Menschenverstand. Der Anteil der fossilen Energien soll auch weiterhin bei ca. 25% liegen, obwohl uns ja immer wieder von Grünen, BN und der IPCC weiß gemacht wird, dass CO2 ja DER angebliche Klimaaufheizungstreiber* wäre. Seltsam. Aber wie soll Bayern künftig die restlichen ca. 25% decken? Garnicht! Bayern würde also nach der Energiewende nur noch 75% seiner heutigen Energie selbst produzieren und müsste den Rest wo anders her - also auch Temelin und unsauberen Öl- und Kohlekraftwerken im Ausland - künstlich zukaufen. Und als Krönung rechnet man ja jetzt schon damit, dass 5 bis 6 Gaskraftwerke neu gebaut werden sollen, welche dann rein als Backup für die Windräder dienen, aber in der Enerhierechnung seltsamerweise voll mit ihren 100% Leistung eingehen. Die Deckungslücke wäre also am Ende sogar noch größer und sicher bei 30% oder noch drüber. Zudem haben alle potenziellen Betreiber für diese immer nur sehr schwankend und damit uneffizient auf Teillast laufenden Gaskraftwerke bereits abgesagt, weil man so einfach nicht wirtschaftlich planen kann. Und die für de Energewende nötigen Stromleitungen fehlen ja auch immer noch, eben weil sie meist von genau den Gruppen bekämpft werden (Grüne, BN), die selber die Energiewende wollen. Alles nur mit teuren Erdleitungen zu bauen, die ja bekamntlich das ganze Erdreich außenrum aufheizen, ist utopisch.

Und ganz ehrlich: Bevor man an Autobahnen Oberleitungen für LKWs baut, sollte man die viel eher endlich massiv verstärkt auf rollende Landstraßen neuerer Bauart mit zügiger Be-/Entladung (Cargobeamer, Modalohr) umlegen, damit auch die Autobahnen wieder leerer werden und sich so viele deren Ausbauten von selbst erledigen. DAS wäre eine echte Wende mit Verstand.

* Die These ist in der Fachwelt bekanntlich sehr umstritten. Einflüsse wie die Sonne und die Meeresströmungen mit ihren diversen Zyklen werden hier leider bis heute ideologisch ignoriert. Ich empfehle hier das Buch "Die kalte Sonne", welches sehr anschaulich und mit vielen Anerkannten Messwerten aufzeigt, dass CO2 eben nicht der alleinige, große Klimatreiber ist, wie er heute von der Lobby gerne hingestellt wird.


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