Kernenergie indirekt massiv subventioniert (Allgemeines Forum)

AX-330, Sonntag, 03.06.2012, 23:10 (vor 5063 Tagen) @ ICE-T-Fan

Der Staat erkundet, da es seine Pflicht ist,

Finde ich soweit gut, weil die Kernenergie hierzulande politisch gewollt worden ist und weil "Atommüll" nicht zwingend in private Hände gehört.

die Endlager und wird für die Kosten dieser Endlagerung aufkommen müssen.

Seit ziemlich langer Zeit, ich würde fast sagen, seit Jahrzehnten, muß der Betreiber eines KKW Rücklagen für die Kosten der Endlagerung bilden.

Außerdem wurden in den 1970er und 1980er die KKW auch mit Steuergelder gebaut und seitdem mit Steuergelder gewartet, da der Staat ja für deren Sicherheit aufkommen muss.

(Fast) völlig falsch. Kernenergieforschung in allen Bereichen ist hierzulande, wie damals praktisch überall auf der Welt, in beträchtlichem Umfang subventioniert worden. Es gab und gibt (wenn auch nur noch in sehr eingeschränktem Umfang) innereuropäische und internationale Bündelung von Forschungsgeldern zu diesem Thema. Großkraftwerke sind ohne jegliche Steuergelder entstanden! Prototypenanlagen wie der SNR-300 oder der THTR oder auch der Rheinsberger Reaktor sind allerdings tatsächlich staatlich bezuschußt worden (und das nicht ohne). Ähnlich, wie heute die Forschung und Realisierung von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung mit Steuergeldern bezahlt werden.

Das ist eine indirekte Subvention dieser Energiequelle. Die Energieunternehmen müssen nur die Personalkosten, die alltäglichen Wartungskosten und die Kosten für die Brennelemente und deren Aufbereitung bezahlen.

Das ist wieder völlig falsch, ohne fast.

Selbst die Castor-Demo-Kosten trägt alleine der Staat und nicht die Verbraucher.

Ist nun mal so, daß bei Polizeieinsätzen bei Demos der Staat blechen muß. Die Bundesliga zahlt auch kein kaputtgerammeltes Wagenmaterial oder Polizeieinsätze in Stadien.


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