D- oder Eänen? (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 21.04.2011, 16:00 (vor 5549 Tagen) @ fjk

Grundsätzlicher Ausbau auf zwei Gleise sowie Elektrifizierung selbstverständlich auch auf dänischem Gebiet.


Dann ist ja gut. Und diese Voraussetzung fehlt auf der Marschbahn - bis auf's berühmte Hennestrand ist Dänemark da vergleichsweise leer (zumindest auf den ersten Blick ist Jütland eher ostlastig; klar, da ist ja auch der Rest vom Staate...) und bald zu Ende, und daher auch kein Transitverkehr erwartbar. Dass durch dortigen Aktionismus der Diesel aus Niebüll vertrieben würde, ist also kaum vorstellbar - auf Fehmarn sieht's hingegen genau umgekehrt aus, denn nur wegen der Bäderorte würde es da wohl keinen Ausbau und damit keine Oberleitung geben.

Nach Flensburg dürfte die Begründung doch die gleiche gewesen sein?

So uninteressant ist der Westen Dänemarks dort nicht, ich war da einige Male (gewiss nicht so oft wie in Roskilde, Kopenhagen, Großen Belt, Langeland & Co), kenne aber noch mehr, die dort häufiger waren
und vor allem fand es ja Roman Polański sehr interessant zum Film drehen mit Ewan McGregor, Pierce Brosnan etc.
Der Weg nach Toender würde mit der Elektrifizierung südlich von Niebüll zweifelsohne deutlich attraktiver werden.

Die Wünsche & Ziele der Elektrifizierung dieser 3 wesentlichen Strecken des Landes gehen bis Anfang der 70er zurück, sind hauptsächlich unabhängig von den Dänen zu sehen.
Aus Bundes(bahner) Sicht galt lange Zeit die Vogelfluglinie als aussichtsreicher Kandidat einer Elektrifizierung, siehe BVWP.
Aus Sicht des Landes eher die Strecke von Hamburg nach Kiel über Neumünster, plus Neumünster-Kiel.
Entsprechende Gespräche zogen und zogen und zogen sich immer wieder in die Länge und fanden kein Ende.
Alles geschehen lange bevor es irgendwelche größere Querungen in Dänemark gab.
Bezüglich Hamburg - Lübeck galt hauptsächlich der Hauptbahnhof Lübeck als großes Problem.
Im August 1991 einigten sich dann doch endlich mal Land, Bund & Bahn
und fanden den Weg, auch das allerletzte Bundesland mit Oberleitung auszustatten.
Als Vorteile galten hauptsächlich die IC-/ICE-Anbindung (z.B. von Kiel, NMS) mit deutlichen Fahrzeitverkürzungen,
Verkürzungen der Fahrzeiten im Regional- und Nahverkehr,
erhöhte Pünktlichkeit,
Möglichkeit zur Stärkung des SGV, auch im Zusammenhang mit der festen Großen-Belt-Verbindung.

erinnert sich nicht
fjk

erinnert sich sehr sehr gut ...... und liest gern nach in EI 08/1994
Henrik


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