Viertelzügenkonzept (mit 2 Bildern) (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 20.04.2011, 13:28 (vor 5466 Tagen) @ fjk

bei komplett verteiltem Antrieb würde sich wohl auch die Antriebsleistung, also die Anzahl der MW unterscheiden mit der Anzahl der Mittelwagen.

Klar, idealerweise je länger ein Zug, desto mehr Motorenleistung muss rein.

Hier ist über Art und Weise der Antriebsverteilung ja noch nicht geredet worden; bei der langen Liste an Forderungen (insbesondere was die flexiblen Längen angeht), ist aber ein antriebsloses Mittelwagenmodul doch nicht so ganz abwegig, oder?

Beim CAF Oaris hat man dafür entschieden, pro Wagen ein Drehgestell anzutreiben und das andere Drehgestell antriebslos auszuführen. Somit ist dort jeder Wagen 50% angetrieben, und die Leistung des Zuges immer proportionell mit der Länge.

Beim ICx durfte es aber anders aussehen. Bei der ersten Bauserie liegt die Betonung auf "schnell rein, schnell raus", denn diese Züge sollen ja die ICs ersetzen (welche ja öfter halten und vermehrt abseits der Rennbahnen verkehren als die ICEs). Also durfte hier relativ mehr Leistung vorhanden sein als bei den anderen beiden Bauserien.

...und natürlich sind auch wieder betrieblich (weil aufeinander angewiesene) untrennbare "Viertelzüge" aus mehreren Wagen denkbar, aber... wir werden sehen.

Das Viertelzügenkonzept funktioniert bei uns schon einige Dekaden mit viel Erfolg:

[image]

Zwei Triebwagen fuhren damals als IC nach Enschede; die anderen beiden wurden in Deventer abgetrennt und fuhren ab dort als RB nach Enschede.

Dieser Zug hat sogar 5 Einheiten: 4036 + 4077 + 4087 + 4095 + 4081:

[image]

Zwei Einheiten fahren nach Leeuwarden, zwei nach Groningen, der 5. Triebwagen ist ein HVZ-Verstärker bis Zwolle. In Schwachzeiten kann man so auch mit weniger Triebwagen fahren; jeder Triebwagen ist nur 80 m lang (zum Vergleich: ein ICE 3 200 m). Es gibt auch vierteilige Triebwagen von 106 m, also konnte man ab 6 Wagen jede Wagenzahl bis 16 bilden.

Nur schade, dass sowas in Deutschland nicht funktioniert, denn in Deutschland muss auch immer ein Bordbistro rein.
5 Bordbistros in einem Zug ist massiv übertrieben.
Und man kann dem Fahrgast nicht zumuten, dass er für seinen Verzehr in Stuttgart Zugteil wechselt, um danach in Ulm wieder Zugteil zu wechseln (damals konnte man in den abgebildeten NS-Zügen während der Fahrt Zugteil wechseln, und bei den belgischen IC-Triebwagen der Baureihe AM96 geht das immer noch).

Dennoch sehe ich Möglichkeiten einer Beschaffung von Triebwagen mit 5, 6, 7, 8, 9, 10 oder 11 Wagen, welche dann als Doppel- oder sogar Dreifachtraktionen fahren können (max. 16 Wagen = 400 m). Ob das auch so passiert, ist an Siemens und DB Fernverkehr.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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