Kritische Würdigung -;) (Reiseberichte)

Thalyseo, Montag, 31.01.2011, 12:18 (vor 5528 Tagen) @ Fabian318

Sehr interessant, denn in der Pressemmiteillung (Seite 5 unten) wurde u. a. von zwei Rottönen gesprochen; ich stimme jedoch Deiner Interpretation zu.


Dass es drei Farbtöne gibt, hat mir der Zugchef erzählt. Aber ein Rotton ist das definitiv nicht...

Keine Frage; ich habe - unter Berufung auf die Pressemitteilung - von zwei Rottönen gesprochen und mich nicht auf die Hinfahrt bezogen. -;)

Gut, ich habe keine Ahnung. ;-) Sieht mir nur alles so RER-mäßig aus.

Da hast Du auch gar nicht so unrecht, denn die Banlieue-Züge unterscheiden sich teilweise nur marginal (= Lackierung/RER-Logo) von denen des RER C und D. Der RER D verkehrt - u. a. über Saint-Denis - lange Zeit östlich der Strecke, das Depot ist westlich gelegen. Ausschließen ist nicht, dass dort RER-Züge deponiert, habe aber nie welche gesehren.

Keine Riesenportion, aber sehr lecker und macht doch satt.


Interessant, denn genau das hatten meine Probaden einvernehmlich bemängelt. Ich habe es aus dem Früjahr 2010 auch nicht mehr also so gut in Erinnerung. Aber gut, offensichtlich hat Railrest sich vebessert.


Was ist das Problem - die Menge oder der Geschmack?

Ich wage es - als deklarierter Thalys-Fan - kaum zu sagen: Beides.

Bei letzterem kann man wahrlich nicht klagen und zu der Menge ist es sicherlich so, dass es keiner vollen Mahlzeit entspricht. Auf der Hinfahrt gab es ja auch was zu essen, von daher bin ich nicht mit ganz leerem Magen gefahren.

In den frankophonen Ländern - wozu ich jetzt einfach Belgien zähle (= man möge es mir verzeihen) - ist die Küche einfach leichter und man ist weniger. Das merke ich immer wieder, wenn ich in Deutschland bin und Probleme habe, meinen Teller (annährend) zu leeren.

Dennoch wäre es eine Geste nachzuschenken bzw. zu fragen, ob der Kunde noch etwas wünscht. Das wird teilweise auch getan und ist in meinen Augen eine wirklich Investition in die Kundenbeziehung; vor allem Kaffee und Tee (= viele britische Fahrgäste) sollten "à volonté" (= unbegrenzt) nachgeschenkt werden.

Spricht das Personal eigentlich auch in den "Amsterdamer Zügen" Deutsch? Bei den "Kölnern" ist man bis Brüssel i. d. R. nur dreisprachig.


Weiß ich nicht genau. In den Niederlanden sprechen aber ohnehin sehr viele Deutsch, ob es nun Pflicht für die Thalys-Züge dort ist oder nicht, die Chance ist groß. Also mein niederländischsprachiger Begleiter hat sich mit der Zugbegleiterin von Paris nach Rotterdam auf Französisch unterhalten, und wir uns mit derjenigen von Brüssel nach Paris auf Englisch. Letzteres lässt irgendwie eher darauf schließen, dass die auf dem Südast nicht mal alle Niederländisch können, auch wenn der Zug aus Amsterdam kommt.

Wie Du bereits beobachtet hast, findet in Brüssel immer ein Personalwechsel statt. Zwischen Brüssel und Paris sind die Landessprachen - und somit durch Brüssel auch Niederländisch - und Englisch verpflichtend. Ich habe des Öfteren in Brüssel beginnende Thalys-Züge genommen und wurde in der Bar (= Kauf von Metrotickets) immer intutiv in französischer und niederländischer Sprache begrüßt.

Ich denke mal, die Wahl der Sprache war in Eurem Fall eher Zufall, denn Dein Freund scheint alle vier Sprachen zu beherrschen und sonst würde ich nicht, warum ihr vom Französischen ins Niederländische gewechselt sein.

Flamen und Niederländer gelten beide gleichermaßen als sprachbegabt, obwohl zunehmend den Eindruck gewinne, dass Französisch nach Englisch und Deutsch in den Niederlanden weit verbreitet ist.

Zurück zum Thema:

In den deutschen Stellenausschreibungen wird wert auf Deutsch und Französisch gelegt; ich glaube eher nicht, dass das Personal - trotz niederländischer Kundschaft in Lüttich und Aachen - Niederländisch spricht.

Beim ICE International nach Brüssel wird Niederländisch m. W. jedoch gesprochen; weiß ich aber nicht genau.

Bei der SNCB/NMBS wird sogar den ZuB zwischen welkenraedt und Eupen/Aachen Deutsch abverlangt.

Stets up-to-date! Südlich von Brüssel hat unser Zug laut der Karten übrigens einen Umweg über Mons/Bergen gemacht...

Das erste mal, dass ich die französische Version bei Dir lese; obwohl die politisch gesehen eigentlich nur im Fall von Brüssel nötig wäre. -;)

Ich habe übrigens letzte Woche zwei Tage gegrübelt, wo "s´Gravenbrakel" liegt, bis mir klar wurde, dass die Stadt eigentlich "Braine-le-Compte" heißt und in der Wallonie liegt. Da kann man lange suchen... :)


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