HGV + Neigetechnik (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Sonntag, 31.10.2010, 22:07 (vor 5663 Tagen) @ Mario

Aber ich frage mich, ob die Schweden wirklich die Vollneigetechnik wollen oder eher sowas, wie jetzt für die Schweiz realisiert worden ist, also mit Wankkompensation. Dafür muss nämlich das Lichtraumprofil nicht so angepasst sein wie bei einem echten Neigezug.

Wäre mir neu, dass einstöckige Neigezüge Anpassungen beim Lichtraumprofil bräuchten. Problematisch wird's erst bei Doppelstöckern, und deswegen haben die künftigen schweizerischen FV-Doppelstöckern nur Wankkompensation.

Ich in zwar kein Experte, aber ein leicht angepasster Wagenkasten eines Velaro oder eines Zefiro könnten dafür evtl. reichen. Vollneigetechnik ist beim Thema HGV-Züge aus meiner Sicht eh ein Auslaufmodell.

Die Wankkompensation wird komplett im Drehgestell gemacht, das wäre wohl bei fast allen Zügen machbar.

Ich würde HGV+NT nicht so schnell aufgeben. Okay, der letzte Versuch (ETR 610) war nicht gerade ein Erfolg: Spät geliefert und wegen zu hoher Seitenkräfte darf er am Gottard nicht bogenschnell fahren. Ich sehe aber nicht, wieso man das Konzept nicht zum Funktionieren kriegen sollte: Es gibt heute schon diverse Züge, die mit 200 km/h und mehr zuverlässig funktionieren, und ich sehe keinen Grund, wieso man das nicht auf 250 km/h steigern könnte. Man muss ja nicht gleich einen 350 km/h-Boliden bauen. Die Japaner fahren übrigens mit Wankkompensation 270 km/h.

Ein NTV-HGV-Zug hätte zwei Vorteile: Erstens kann er, nachdem er eine HGV-Strecke verlassen hat, schneller zum Ziel fahren (was manchmal mehr bringt als die HGV). Zweitens könnten theoretisch HGV-Strecken von Anfang an mit Neigetechnik im Hinterkopf gebaut werden und so enger trassiert werden. Wird aber wohl kaum passieren.


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