Anmerkungen und Fragen zum "Murks" (Allgemeines Forum)

Jogi, Sonntag, 31.10.2010, 12:52 (vor 5660 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von Jogi, Sonntag, 31.10.2010, 12:53

Hallo naseweiß,

- Die 3 R-Züge der Gäubahn müssen zu viel sein, denn nachmittags gibt gerade mal einen. 2 Züge (ohne FV!), also ein 30-min-Takt, sollten reichen.

Heute gibt es zwischen Rottweil und Stuttgart im RV einen Stundentakt, morgens fährt zusätzlich einer um 30 Minuten versetzt. Wie Berschin dann aber auf den ICE kommt, erschließt sich mir nicht, kommt der erste Zug aus Zürich um 10 Uhr in Stuttgart an...?

Ein 30-min-Takt erscheint mir zu viel, denn Herrenberg und Böblingen/Sindelfingen weisen auch ein starkes Verkehrsbedürfnis Richtung Tübingen auf, dass entweder mit dem Auto (Böblingen) oder der Ammertalbahn (Herrenberg) befriedigt werden kann.
Der Verkehr nach Stuttgart rein lässt sich in nahezu gleicher Qualität mit der S-Bahn bedienen:
Böblingen-Stuttgart geht mit dem RE 21 min, mit der S-Bahn in 25 min. Und jetzt rate mal, was man macht, wenn man in die City will ;-))
Südlich von Herrenberg ist alles etwas dünn besiedelt, wenn ich mich richtig erinnere, dann sind die Bahnhöfe Bondorf, Ergenzingen und Eutingen weit ab vom Schuss.

- 5 Züge von Tübingen kommen nur durch den zusätzlichen IC zustande: Unnötig!

Wenn DB Fernverzehr den aber fahren will... Die Auslastung von ihm ist sowieso nicht so doll, so dass er nach dem kommenden Fahrplan wohl in der Versenkung verschwindet Wie Boris Palmer dann wohl reagiert... *duck-und-weg*

4 Züge sollten reichen. Wenn man wie bei S21 schon im Grundtakt 4 Züge nach Tübingen hat, da man von einer Steigerung ausgeht, braucht das eher sogar 6 Züge. Vermutlich ist aber dieser Grundtakt überzogen und so sind weiterhin 4 Züge während der Maximalbelastung ausreichend.

Moment: mit S21 sind 4 Züge sind geplant, du gehst wegen der Nachfrage von 6 aus? -> 4 Züge entspricht theoretisch einer Verdoppelung der Fahrgastkapazitäten im Vergleich zu heute. Welcher Grundtakt soll dann aber "überzogen" sein, der heutige oder der geplante mit S21? Und wieso und bei welchem Szenario braucht man dann doch nur 4 Züge?

Mal als Vergleich: bis die NVBW vor einigen Jahren Züge in Ba-Wü abbestellt hat, gab es im nachmittäglichen Berufsverkehr zwischen 16.15 und 17.22 Uhr folgendes Angebot zwischen Stuttgart und Tübingen:
16.15 Takt-IRE -> Albstadt
16.22 Takt-RE -> Tübingen
16.52 HVZ-Takt-RE -> Tübingen
16.56 HVZ-IRE -> Tübingen, nonstop bis Nürtingen
17.15 HVZ-RE -> Tübingen, nonstop bis Plochingen
17.22 Takt-RE -> Tübingen
Heute fehlt der 16.56-Zug

- Die 5 Züge durch das Filstal kommen zustande, da 3 sehr ähnliche, langsame R-Züge um 07:24, 07:32 und 07:38 ankommen. Man schaue sich die Fahrpläne dieser drei an, sehr ähnliche Haltestruktur.

Nein.
7.24-RE aus Ulm bedient die üblichen RE-Halte. Zwischen Göppingen und Plochingen hält er nur in Eberbach.
7.32-RB ist eine aus Ulm durchgebundene RB, die zum einen dem RB-Takt(ähnlichem Gebilde) Ulm-Geislingen entspricht und zum anderen 20 min in Göppingen abbummelt. Sie bedient also die Halte, die vorherige RE auslässt. Außerdem hält sie auch in Untertürkheim, ist also ein "Daimler-Zug".
Die 7.38-RB hält bis Göppingen zwar überall, danach aber lediglich in Reichenbach und Plochingen. Sie bietet also eine verhältnismäßig schnelle Direktverbindung aus allen Kuhkäffern zwischen Ulm und Göppingen rein nach Stuttgart.

Das kommt mir sehr zusammengeschustert vor, hat sich über die Jahre aus den Rahmenbedingungen der Mischstrecke ergeben. Ein richtiger RE (also RE/IRE/IC-Ersatz) und die RB jeweils im 30-min-Takt, zusammen 4 Züge, sollten die Nachfrage befriedigen.

Das sieht für mich eher nach einem differenzierten Angebot aus, dass verhältnismäßige schnelle Fahrzeiten dorthin anbietet, wo die Leute hinwollen: zum Daimler und nach Stuttgart.
Vier Züge pro Stunde halte ich persönlich für ein Überangebot, zumindest so lange bis Göppingen nicht im VVS ist.

- Die 4 Züge von der Murrbahn sind reine Polemik. Im Bereich 07:00-07:59 sind es 2, von 08:00-08:59 genauso. Ein 30-min-Takt sollte hier absolut ausreichen.

Mo-Fr sehe ich:
7.03 RE <- Crailsheim
7.35 RE <- Crailsheim
7.48 RE <- SHA-Hessental
8.03 RE <- Crailsheim
8.18 IRE <- Crailsheim
Wenn die NVBW hier 4 Züge fahren lässt, werden sie wohl gebraucht.

- Die 5 Züge von Heilbronn kommen zustande, da um 07:11, 07:18, 07:30 und 07:43 4 RB alle mit gleicher Fahrzeit, ab Heilbronn 50-53 min, hintereinander ankommen. Das ist fast ein 10-min-Takt. Muss das wirklich sein? Ich behaupte, 4 Züge reichen auch hier für die Spitzenstunde.

Wahrscheinlich, sonst hätte die NVBW da schon längst den Rotstift angesetzt. Selbiges gilt dann auch für die KBS 750.

- Wie man auf die 4 Züge ab Vaihingen kommt, verstehe ich nicht, gerade auf 4 IRE/IC. Es gibt 2 RE (07:04 und 07:38) über Bietigheim. Wieso schreibt Bershin von K21 hier von nur einem? Es gibt aber nur genau einen IRE/IC (07:21) von Pforzheim, der nächste kommt erst um 08:03 an. Wie zu gerne sage ich auch hier: Zweimal 30-min-Takt, zusammen 4 Züge, ist optimal.

Mo-Fr kommen über Vaihingen in Stuttgart an:
7.03 RE <- Karlsruhe (Bietigheim)
7.09 IRE <- Karlsruhe (SFS)
7.21 IRE <- Pforzheim (SFS)
7.38 RE <- Ludwigshafen (Bietigheim)
8.03 IC <- Karlsruhe (SFS)

Die Kritik an dem Fahrplankonzept zu S21 ist berechtigt. Diese wird aber leider sachlich nicht korrekt ausgeführt. Für S21 wurde ein Konzept vorgelegt, dass im Regionalverkehr einen vermutlich nicht notwendigen und nicht bezahlbaren Grundtakt darstellt.

Forderst Du den 30-min-Takt für insgesamt vier Züge (Rchtg. Göppingen, Heilbronn und Vaihingen) nur in der HVZ?

Grüße, Jogi


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