[Frage] Gilt Weiterfahrt zum späteren Zeitpunkt für BC100? (Allgemeines Forum)

Berlin25, Freitag, 06.03.2026, 20:06 (vor 55 Tagen) @ markman

Mein Plan war das tägliche Pendeln. Meine Ausweitung des Homeoffices ist die reine Reaktion auf den massiven Taktverlust. Es wurde der Halt in Spandau ja sogar noch bei zusätzlichen Züge gestrichen, für die ich nach Bekanntgabe eine Reservierung hatte. Wenn von jetzt auf gleich mehr als die Hälfte der relevanten Verbindungen wegfallen und ich im Vergleich zur geplanten Fahrt täglich 60 Minuten später ankommen würde, ist das für mich ein massiver Einschnitt in die vertragliche Leistung.


Auch wenn ich ggf. vom Thema abkomme. Wenn Du angeblich jeden Tag nach Berlin reisen willst/muss/wolltest, aufgrund des teilweisen Wegfalls des Halts in Spandau nicht mehr bequem bzw. zuvberlässig dort hinkommst und die Arbeit nun auf das Homeoffice ausweiten kannst, wieso willst Du jeden Tag nach Berlin fahren, wenn es nicht sein muss, da Du im Homeoffice arbeiten kannst? Ist Dir Freizeit nichts Wert?

Ich mag es, ins Büro zu fahren. Und im Zug darf ich auch mobil arbeiten. Also wenn alles nach Plan läuft, finde ich mein Pendelleben sehr angenehm - Arbeit im Zug, etwas Pause, Arbeit im Büro, etwas Pause, Arbeit im Zug. Wege zum Bahnhof sind nicht lang. Daher habe ich auch keinen richtigen Zeitgewinn, wenn ich zuhause arbeite.
Jetzt ist es aber so, dass nicht mehr alle dreißig Minuten ein Zug von Spandau nach Hannover fährt und auch nicht immer mal wieder zwei recht kurz hintereinander (eine gute "Ausfallreserve"). Damit konnte ich gut Puffer einplanen. Mit dem 30-90-Minuten-Takt bin ich deutlich unflexibler. Auf dem Hinweg ist das unpraktisch, wenn ich eine Besprechung zu einer bestimmten Uhrzeit habe und mich der Takt zu einer deutlich eheren Abfahrtszeit zwingt, um noch genügend Verspätungspuffer zu haben. Auf dem Rückweg ist es noch gravierender - einerseits muss ich nun sehr genau planen, wann ich von der Arbeit gehe, um nicht in die 90-Minuten-Taktlücke zu geraten. Zudem sind die Abfahrtsprognosen in Hannover meiner Erfahrung nach nicht sonderlich zuverlässig, also immer auch etwas Glücksspiel. Und wenn dann mein angedachter Zug stark verspätet ist oder ausfällt, habe ich kaum Ausweichmöglichkeiten. Das frisst dann so viel Zeit, dass ich lieber daheim bin, wenn es sich irgendwie einrichten lässt (geht aber auch nicht immer).


Und selbst planmäßige Halte in Spandau sind ja niemals wegen möglicher Verspäterungen garantiert, daher, nicht falsch verstehen, wo ist das Problem?

Einen Ausfall des Haltes in Spandau habe ich sonst nur bei großräumigen Umleitungen erlebt, die kommen aber auch nicht alle Tage vor. Würde der Ausfall nur kurzfristig für eine Woche oder so sein, oder würde es weniger Züge betreffen (zum Beispiel könnten im Wechsel auch die Halte in Stendal oder Wolfsburg entfallen), ließe sich das vielleicht aushalten. Aber die jetzige Situation hat meine komplette Flexibilität geraubt, die ich zuvor sehr geschätzt habe.


Grüße
Markman


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