Planung Zürich-Winterthur-St. Gallen-München (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 21.01.2026, 13:05 (vor 9 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von Twindexx, Mittwoch, 21.01.2026, 13:08

Hoi,

Nach meinem Verständnis wird die Fahrt zwischen Zürich und Winterthur etwa 9 Minuten schneller. Dies bedeutet dann, dass zumindest die schnellen Züge nicht mehr zum Nullknoten in Winterthur ankommen, also statt um :27/:57 um :18/:48. Derzeit ist es außerdem so, dass alle schnellen Züge auch am Flughafen halten. Ich gehe davon aus, dass dies zukünftig nicht mehr der Fall sein wird, sondern dass ein Teil der Fahrzeiteinsparung aus dem entfallenden Halt resultiert.

Winterthur ist kein spezifizierter Taktknoten für den Fernverkehr. Die Haltezeiten in Winterthur ergeben sich einfach aus den Knotenzeiten in Zürich HB und den Fahrzeiten Zürich-Winterthur. Von Zürich HB aus soll erst St. Gallen wieder spezifizierter Taktknoten werden.

Die schnellen IC sollen eben genau künftig die Wallisellen-Route nehmen, das geht heute noch nicht wegen Konflikten mit der S-Bahn im Bereich Wallisellen-Effretikon. Diese Konflikte werden mit dem Brüttenertunnel und den Entflechtungen in Wallisellen und Dietlikon beseitigt. Der Entfall von Zürich Flughafen ergibt sechs Minuten Ersparnis, der Brüttenertunnel selbst verkürzt die Fahrzeit um zwei Minuten. Die restliche Ersparnis wird dann die Rücknahme der seit 14. Dezember 2025 geltenden Fahrzeitverlängerungen sein, die wegen den Langsamfahrstellen für die Baustelle eingerechnet wurden.

Das gleiche gilt in St. Gallen. Aufgrund der künftig fehlenden Neigetechnik, ist davon auszugehen, dass die Züge von Winterthur bis St. Gallen etwa 3 Minuten langsamer sein werden, als heute. Derzeit halten die Züge um :30(:32)/:02, demnächst würden sie dann etwa um :24(:26) halten.

Das habe ich im anderen Beitrag aufgezeigt: https://www.ice-treff.de/index.php?id=723837

Auch bis St. Margarethen wird der Zug ca. 3 Min verlieren, so dass die Ankunftszeit ca. 3 Minuten früher wäre als heute. Dies bedeutet dann, dass die Begegnung mit dem entgegenkommenden Zug weiterhin in Bregenz stattfinden müsste, mit einer zusätzlichen Standzeit, so dass der Zug ab Bregenz wieder im normalen Taktfahrplan fährt.

St. Margarethen hat gar keinen Bahnhof und ist auch ganz woanders, hier ist St. Margrethen gemeint. Erstaunlich, dass sogar manche vom DB-Personal auf dieser EC-Linie diesen Fehler immer wieder machen, obwohl sie es eigentlich kennen sollten.

Dies wird dann aber ein Problem in Deutschland, da aufgrund der fehlenden Neigetechnik die Begegnung nicht mehr in Memmingen stattfinden könnte. Damit eine Begegnung in Memmingen weiterhin möglich wäre, müsste der Zug soweit verschoben werden, dass die Zugskreuzung ungefähr in Lindau-Reutin stattfindet. Die Kreuzung mit dem RE98 wäre dann wohl in Kisslegg statt in Hergatz...

Für eine internationale EC-Linie Zürich-München ist Memmingen viel zu irrelevant, um als Bezugsgrösse für die Fahrplankonstruktion zu dienen. Da auch München Hbf kein klarer Taktknoten wird (im Deutschlandtaktentwurf sind die Abfahrten im Fernverkehr in München Hbf über die ganze Stunde gestreut und nicht auf klare Knotenzeiten getrimmt), wird weiterhin die Knotenlage Zürich HB der Angelpunkt sein.

Dass mit Aufgabe der Neigetechnik die Fahrzeiten St. Gallen-München nicht mehr den heutigen entsprechen können, ist ebenfalls klar. Der Knoten Memmingen wird zumindest für den Fernverkehr fallen, das ist bereits klar. In München Hbf wird man letztlich ca. zehn Minuten später wie heute ankommen und umgekehrt ca. zehn Minuten früher abfahren. Die Schweiz ist bereit, Doppelspurabschnitte im Allgäu finanziell zu unterstützen, die dann auch der Einführung eines EC-Stundentakts dienen. Die BEG würde bei einem stündlichen EC den zweistündlichen RE streichen und nur noch eine stündliche RB bestellen. In Memmingen könnte die Kreuzung zwischen dieser RB und dem EC jeweils in 15/45-Lage stattfinden.


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