integriertes DB-Modell versagt seit 30 Jahren (Allgemeines Forum)

Berliner65, Berlin, Samstag, 02.12.2023, 13:53 (vor 877 Tagen) @ Aphex Twin

Wenn man einen sehr großen Konzern hat, in dem sehr vieles nicht ausreichend gut funktioniert, dann darf man diskutieren, wie man zu besseren Ergebnissen kommt.

Die Diskussion sollte ergebnisoffen sein und möglichst viele Optionen prüfen, aber es ist naheliegend, dass am Ende des Prozesses nicht der Status quo die bestmögliche Lösung darstellen wird.


Nur geht die Diskussion hier ja nicht die Kompetenzen auf einzelnen Felder zu verlagern sondern den Konzern zu zerschlagen, ...

Es ist ein Grundfehler vieler derzeit in der Gesellschaft ablaufender Diskussionen, dass man auf die Vertreter der extremen Positionen antwortet und sich bestätigt fühlt, wenn man denen begründet widersprechen konnte. Zielführender wäre es, wenn man die Extremisten nicht weiter beachtet, ganz egal, ob sie nur durch schlechte Wortwahl auffallen ("Zerschlagung" statt "Reform") oder ob sie wirklich destruktive Ziele verfolgen (z.B. Auflösung aller Teile der DB). Man muss die lösungsorientierten Gesprächspartner mehr beachten, diesen mehr Darstellungsraum geben.

Ohnehin kann keine Diskussion über die Zukunft der Eisenbahn in Deutschland erfolgreich sein, wenn man mit der Frage "integrierter Konzern - ja oder nein" startet. Man muss sehr viele Dinge besprechen (Was für eine Bahn wollen wir?) und letztlich Ziele definieren (Das wollen wir!). Erst abschließend geht es um die Frage, auf welchem Weg man die Ziele erreichen kann.

[off-topic zur Weltpolitik]

Nichts von dem, was Du über politische Strömungen diesseits und jenseits des Atlantiks schreibst, hat irgendetwas mit dem hier diskutierten Thema zu tun.

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