Schlecht auf Bahnverkehr abgestimmter Streik-BNV (Allgemeines Forum)

Pfälzer, Montag, 06.09.2021, 18:06 (vor 13 Tagen) @ frank_le

Hallo,

in dem beschriebenen Fall liegt ebenso wie bei dem schon in diesem Forum diskutierten BNV Berlin - Dresden ein offensichtliches Kommunikationsdefizit seitens des Verkehrsunternehmens (DB Fernverkehr) gegenüber den Kunden vor.

Noch eine Stufe drauf geht es im Regionalverkehr hier im Südwesten:

Die Linien RB 52 (Wörth - Lauterbourg), RB 53 (Neustadt - Wissembourg) und RB54 (Winden - Bad Bergzabern) fallen wegen dem Streik aus. Für alle drei Linien wurde ein nahezu 1:1 BNV eingerichtet, der auch über bahn.de/aktuell kommuniziert wird. Für die RB53 gilt das nur für den Abschnitt Winden - Wissembourg, auf dem restlichen Abschnitt fährt parallel die RB 51 (Neustadt - Karlsruhe).

Das Problem: Die SEV-Fahrpläne sind auf den Anschluss zum RE 6 (Neustadt - Karlsruhe) in Winden zum Halbstundenknoten ausgerichtet. Die Züge sind in den Tabellen des SEV auch als Anschlüsse hinterlegt - aber sie fahren nicht! Aktuell fährt nur die RB 51 und das auch nur alle 2 Stunden. Die Abfahrten in Winden sind um die volle Stunde herum. Für die Fahrgäste entstehen so Umsteigezeiten von 35 Minuten (Richtung Karlsruhe) bzw. 50 Minuten (Richtung Neustadt), an statt sie direkt zum Zug zu bringen.

Warum?

In der ersten Streikwelle wurde noch nach einem "alten" Streik-Konzept gefahren, dass schon beim letzten GDL-Streik vor Jahren angeboten wurde. Demnach sollten RE 6 und RB 53 stündlich fahren und alles andere als BNV. Das hat aber dieses Jahr mehr schlecht als recht funktioniert. Schnell wurde die RB 53 wieder eingestellt und durch einen auf den RE 6 ausgerichteten spontanen BNV ersetzt.

In der zweiten und dritten Streikwelle hat man dann für den Bahnverkehr ein stabileres Konzept gewählt und bietet nur noch die RB 51 im 2-Stunden-Takt an. Den SEV-Fahrplan hat man aber nicht daran angepasst. So sind Fahrgäste von Bad Bergzabern nach Karlsruhe aktuell statt 40 Minuten rund 1:40 unterwegs. Von Wissembourg sind es rund 2 Stunden statt einer Stunde - bei Strecken von ca. 30 - 40 Kilometer Länge. Hier wäre sicher auch eine bessere Lösung möglich gewesen, zumal man nur alle 2 Stunden einen Bus bräuchte, denn die Züge erreichen Winden (einen fast reinen Umsteigebahnhof) innerhalb von 15 Minuten um die gerade Stunde herum und die Strecken sind innerhalb von 25 - 40 Minuten zu schaffen. So wären beide Strecken mit nur einem Bus-Umlauf fahrbar - Ruhezeiten mit inbegriffen.

Grüße aus der RB51!


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