[EST] [FI] Unterwassertunnel: Neue Regierung, neues Glück? (Allgemeines Forum)

Chrispy, Dienstag, 16.02.2021, 09:56 (vor 14 Tagen) @ SPFVG

Wenn mans richtig machen würde, müsste man sich mit Russland zusammensetzen und das ganze Projekt mit einer SFS Kaliningrad-St.Petersburg kombinieren.

Du willst also mit dem EU-Geld lieber den Russen eine SFS Kaliningrad - St. Petersburg mitfinanzieren. Klingt für mich nicht so als wären die Mittel damit besser investiert. Zumal man im Baltikum der expansionistischen Regierung in Moskau eher mistraut.

Wie stellst du dir die Abwicklung des Bahnverkehrs über russisches Staatsgebiet (kein Schengenstaat, nicht mitglied der Zollunion oder des europäischen Binnenmarktes) denn vor? Würden die Russen einfach so eine Normalspurtransitachse durch Kaliningrad unterstützen? Und vor allem: kann man genügend Verkehre generieren, die eine NBS über Kaliningrad rechtfertigen?

Von Kaliningrad könnte man dann die alte preuss. Ostbahn nach Berlin ertüchtigen, sodass die Esten und Letten wirklich näher an Mitteleuropa ran rücken würden. Mit dem der Umfahrung des Kaliningrader Gebiets wird das aber nie was. Kein Wunder, wenn da nur ne Güterstrecke übrig bleibt.

Kaliningrad ist ja nicht gerade eine für die EU entscheidende Wirtschaftsmetropole, sodass man die Stadt unbedingt anfahren müsste. Der logische Anknüpfpunkt für Rail Baltica ist aus EU-sicht Warschau (die nächste europäische Metropole), da hier keine Handelshemmnisse bestehen. Damit wäre Kaliningrad sogar ein Umweg. Auch wenn man das Baltikum direkt an Berlin anbinden wollte wäre der Umweg bei einer Umfahurng Kaliningrads wohl kaum 5% (ca. 80km) der gesammten Streckenlänge.


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