Russenerlebnisse, Kap. 3: Widrige Russenrückreise (T4) (Reiseberichte)

Krümelmonster, München, Dienstag, 31.03.2020, 19:29 (vor 2180 Tagen) @ Krümelmonster

Als ich aufwachte, merkte ich, dass es mir schon wieder nicht gut ging. Diesmal war nicht der Magen das Problem, sondern ein Organ weiter. -.- Dabei hatte ich mir am letzten Abend mit Rücksicht auf meinen Magen nur eine Pizza in einem Einkaufszentrum geholt… Ich fühlte mich wieder total schlecht, überlegte ernsthaft weiterzuschlafen und später nach Brest zu fahren, hatte aber Angst, dass der Fahrkartenkauf ohne ausreichende Sprachkenntnisse meinerseits & ohne Kooperationsbereitschaft auf der anderen Seite nicht erfolgreich sein würde. Letztlich checkte ich wie geplant aus und nahm den gebuchten Zug um 6:50 Uhr. Eine russische Lok zog weißrussische Wagen von Moskau nach Brest. Erst seit Ende 2018 werden auch an der russisch-weißrussischen Grenze bei fast allen Zügen die Loks gewechselt. Der Provodnik war erwartungsgemäß einer von der weniger herzlichen Sorte, eher so Militär. Ich wollte einmal Platzkartnyj fahren, im Nachhinein war es an diesem Tag natürlich keine gute Wahl. Platzkartnyj ist der rollende Schlafsaal: links sind Betten quer zur Fahrtrichtung, quasi wie Abteile, aber ohne Tür, rechts sind Betten entlang des Ganges längs zur Fahrtrichtung, alles als Stockbetten (je zwei übereinander). Morgens schliefen manche noch in ihrem Bettzeug, sie waren wohl aus Moskau gekommen. Aber irgendeiner raschelte bzw. wuselte immer rum, ruhig war es nie… Der Typ im Bett gegenüber von mir ließ bestimmt fünf Mal laut sein Telefon klingeln und es störte ihn nicht, dass ich ihn jedes Mal böse anschaute. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich überhaupt Bettwäsche bekommen habe, ich glaube ich hatte nur eine Matratze. Der Preis wäre online bei der BČ ca. 4,20 € gewesen, leider hatte ich meiner buchenden Agentur gesagt, dass ich auch diese Fahrt brauche, und der Agentur-Mensch meinte: „Nur die komplizierten Sachen soll ich Ihnen besorgen? Nee, mach ich nicht! Ich besorge Ihnen alles!“ Ich habe keine Aufstellung bekommen, für welche Fahrt er wie viel „Bearbeitungsgebühr“ genommen hat, am Ende waren es für die vier Tickets 120 € oder 150 € reine „Bearbeitungsgebühr“. Laut Openrailway ist auf der Strecke, sobald man den Großraum Minsk verlassen hat, eine Geschwindigkeit von 120 km/h möglich, hinter Baranowitschy sind sogar 140 km/h drin. Nach 1:45 h gab es den einzigen Zwischenhalt eben in Baranowitschy, von dort noch 2 h bis Brest. Ich wollte kurz aussteigen (4 min Halt), habe aber mega Anschiss vom Provodnik bekommen. Kurz darauf hat er mich angefaucht, das Benutzen der Matratze ist verboten (im Schlafwagen!), dann habe ich von den Mitreisenden gegenüber auch noch Mecker bekommen, weil ich lag, obwohl die Betten über mir nun belegt waren. Dabei sagten die Leute über mir, dass sie gar nicht unten sitzen wollten, für sie war es in in Ordnung. Ich fühlte mich im Laufe der Fahrt immer schlechter. Ich möchte bitte: A Dieses Land verlassen. Und B Wieder einen vollumfänglich funktionsfähigen Verdauungstrakt... Die Ankunft war pünktlich, bloß hatte man beim Abbremsen den Eindruck, wir würden mit einem anderen Zug zusammenprallen, mehrere Reisende fielen hin.
Ich gab meinen Koffer ab und ging zu einer Apotheke, die sonntags geöffnet hatte. Vorher schaute ich schnell noch, wie der Flotte Otto auf Russisch heißt. Die Apothekenfrau laberte mich voll. Ich: ¯\_(ツ)_/¯. Apothekenfrau: „Du sprichst kein Russisch, oder?“ Ich: „Wenig…“ Apothekenfrau: „Was sprichst du dann?“ Ich: „Englisch? Deutsch?“ Sie: „Also Polnisch hätte ich noch gekonnt, aber sowas nicht!“ Naja, auch nicht besser… Auf jeden Fall habe ich irgendwann kapiert, dass sie mir zwei Mittel gegeben hat: das eine für normalerweise, das andere, wenn es besonders schlecht ist. Zu einem mehr oder weniger symbolischen Betrag. Ich ging raus und dachte: ‚Ich Fuchs – ich nehme gleich beide auf einmal!‘ Naja. Ich hatte schon fuchsigere Ideen. Es hat mich aber wirklich ganz weit weg gebeamt. Ich musste mich hinsetzen und mich mit beiden Händen am Bordstein festhalten… Da sah ich ein, dass die Sache heute wieder ziemlich zwecklos war, und suchte ein Hotel. Dazu ging ich zunächst zum Bahnhof, dort hatte ich irgendwelche Schilder gesehen. Die Beschilderung übrigens wieder komplett auf Weißrussisch und Englisch. Ich fand aber nichts Genaueres. Dann irrte dann durch die Stadt, um nach einer guten Stunde (davon knapp die Hälfte am Bahnhof) schließlich ein Hotel zu finden – und als ich am Nachmittag raus ging, entdeckte ich: es war genau gegenüber der Apotheke… Die Besitzerin sprach zum Glück Englisch. Ich fragte nach einem Tageszimmer, so etwas hatte sie nicht. Sie sagte, ich könne bis 12 Uhr am nächsten Tag bleiben. Es war mittags halb eins… Ich sagte, ich brauche nur ein Zimmer bis 18 Uhr, um Mitternacht läuft mein Visum aus, um viertel vor zehn abends fährt eh mein Zug. Sie sagte, Tageszimmer gibt’s nicht, ich müsste den regulären Preis bezahlen. Mit nicht ganz 30 € war es sicher erschwinglich, aber trotzdem unverständlich. Das Hotel war schlecht ausgelastet. Aber sie sah halt, dass ich mich kaum auf den Beinen halten konnte. Kapitalismus: kann sie! Ich zahlte notgedrungen und ging schlafen. Bisher hatte ich eigentlich immer einen Schweinemagen (außer im Arabischen Raum), aber diesmal hat mich das Glück verlassen. :-/
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89 Die Russenlok…
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90 …zieht weißrussische Wagen
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91 Rollender Schlafsaal
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92 Raffiniert: Dieser Tisch lässt sich so umklappen, dass er die Liegefläche des Bettes komplettiert.
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93 Bahnhof Brest aus Richtung Westen
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94 Hier fährt etwas weg
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95 Da kommt etwas Neues
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96 Schwups, da ist es
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97 Bahnhofsgebäude aus Richtung Osten
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98 – 99 Auf dem mittleren Gleis wird gerade wieder ein Zug bereitgestellt. Dort war ich angekommen.
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100 – 102 Blick von der Brücke Richtung Nordwesten auf den Bahnhof
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103 Von der Brücke in die andere Richtung
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104 Diesel-„Elektritschka“
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105 Diesellok
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106 – 107 E-Lok
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108 Das westliche Gleisvorfeld

Nachmittags wollte ich wenigstens ein bisschen was von der Stadt sehen, zudem wenn ich die ganze Zeit geschlafen hätte, wäre es im Nachtzug ziemlich langweilig geworden.^^ Am liebsten wäre ich überhaupt nicht Bus gefahren (bis dato gab es kein Land, wo ich mich aufgehalten habe, aber weder Bus noch Minibus noch PKW gefahren bin – inzwischen erfüllen wenigstens der Vatikan und Monaco diese Kriterien :D), aber dafür fühlte ich mich nicht gut genug. Weißrussland war in so einigen Disziplinen eh schon einzigartig, allerdings nirgendwo in positiver Hinsicht.^^ Die Ansagen im Bus waren auf Weißrussisch und teilweise – wie in Minsk – gefolgt von etwas, das ich anfangs für Werbung hielt. Bis dabei plötzlich die russischen Worte "deutsche Kanzlerin Merkel" fielen, den Rest hab ich leider nicht verstanden. Vielleicht doch Propaganda? Irgendwie hatte ich Angst, dass ich irgendwann aufwachte und vom KGB gefoltert wurde… Ich fuhr zur Heldenfestung. Sachlich historisch betrachtet war die zwar gar nicht so heldenhaft, aber sowas ist in Weißrussland egal. Die gigantischen Statuen waren schon imposant, aber sonst gab es offenbar nur Museen in Schabracken. Da alles nur auf Russisch ausgeschildert war, verzichtete ich auf einen Museumsbesuch. Zurück in der Innenstadt fing es, just als ich das Lenin-Denkmal passierte, an zu regnen – erst zum zweiten Mal auf der Reise (das erste Mal war am letzten Nachmittag der Kreuzfahrt folgenlos^^). Ich ging dann nochmal ins Hotel, und aus Frust über den vollen Preis für einen Viertel Tag ging ich ausgiebig duschen. :p Dann nochmal in die Hauptfußgängerzone, dort war zwar nicht ganz wenig los, aber auch hier fiel auf, dass die Leute alle irgendwie wenig entspannt wirkten.
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109 – 110 Gigantische Skulpturen an der Heldenfestung Brest
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111 Du schon wieder…
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112 Am Rande der Innenstadt
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113 Obus
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114 Sowjet-Straße
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115 Eine offenkundig neue Kirche
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116 – 117 Die Fußgängerzone war immerhin nicht ganz so leer, wie man es anhand dieser Fotos vermuten würde
Offensichtlich gibt es keine Möglichkeit zu erkennen, ob ein RŽD-Zug Verspätung hat, außer direkt im Bahnhof zu schauen. Bei einer kleinen Verspätung hätte ich nochmal schlafen können. Aber bei einer größeren Verspätung hätte ich einen anderen Weg finden müssen, das Land zu verlassen. Um Mitternacht musste ich raus sein, egal wie. Der Grenzübergang ist für Fußgänger nicht geöffnet, man kann sich höchstens jemanden suchen, der einen mitnimmt. Um 8 Uhr checkte ich aus und begab mich zum Bahnhof. Ich holte meinen Koffer und wollte herausfinden, wo die Zollkontrolle war. Vor dem Zollsaal war der internationale Fahrkartenschalter. Ich versuchte nachzufragen, wann der Zollsaal geöffnet wird. Nachdem ich es geschafft, den Damen begreiflich zu machen, dass ich bereits eine Fahrkarte nach Berlin hatte, schafften sie es, mir begreiflich zu machen, dass die Zollkontrolle im Zug stattfindet. Allerdings hat jener nur 8 min Aufenthalt in Brest, und der Zoll darf doch unmöglich nach Polen fahren. :-s Ein Mehrschienengleis habe ich nicht entdeckt, es gab entweder nur Breitspur oder nur Normalspur. Die Ansagen hier waren nun überwiegend Russisch, manchmal auch Weißrussisch (die Wörter für „Minute“ unterscheiden sich, so kann man es leicht erkennen). In Minsk gab es keine russischen Ansagen… Muss man nicht verstehen.^^ Kurz vor Eintreffen meines Zuges erschien eine riesige Horde Zoll auf dem Bahnsteig, sodass ich das Fotografieren einstellen musste. Der Provodnik (immerhin im internationalen Zug nach Berlin) konnte standesgemäß kein Wort Englisch oder Deutsch. In Schrittgeschwindigkeit ging es los Richtung Westen. Als wir knapp außerhalb des Bahnhofs standen (die letzten Wagen konnten wenn dann nicht weit weg vom Bahnsteig sein, ich war ganz vorne), zischte und ruckelte es von unten, kurz darauf dockte vorne eine neue Lok an. Langsam, immerhin etwas schneller als zu Fuß ging es dann Richtung EU. Nun begann die Grenzkontrolle. Das wurde ja immer besser: Der weißrussische Zoll behauptete, das Transitvisum wäre nur für die Fahrt nach Russland gültig. Das ist so ziemlich die einzige Einreisevariante, die nicht geht. Andersrum geht theoretisch auch nicht, praktisch angeblich deutlich entspannter. Alles andere geht selbstverständlich! Ich habe gar nicht groß diskutiert (selbst wenn ich es auf Russisch gekonnt hätte), sondern auf meinem Standpunkt beharrt. Irgendwann hat der Zöllner aufgegeben. Ich wüsste gern, ob er bestochen werden wollte, oder ob er als Staatsmacht möglichst schlecht in Erinnerung bleiben wollte – letzteres wäre gar nicht nötig gewesen. :p Meine größte Angst während der Kontrolle war ja, dass die Zöllner mein Handy begutachten würden… Irgendwann fragte der Provodnik, ob alle ihre Pässe wiederbekommen haben. Die Russen bejahten alle. Ich meinte: „Moment, ich habe meinen Pass nicht wieder!“ Er drehte sich weg und ging. „Danke für nichts!“ Irgendwann gab es doch den Pass mit dem ersehnten Ausreisestempel. Jetzt fahr endlich über diese verdammte Brücke! -.- Geschlagene 38 min nach Abfahrt in Brest fuhr der Zug endlich über diese verdammte Brücke…
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118 – 122 Nochmal über die Brücke zum Bahnhof
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123 Der Zug von Bild 122 in Groß
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124 Die Anzeige ist auf Weißrussisch
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125 – 126 Noch ein Dieselzug, wie schon Bild 104 im nördlichen Teil des Bahnhofs
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127 Dort liegt offensichtlich Normalspur
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128 – 130 Die Fotos sind nicht gut, aber der ein oder andere kann sicher meine Erleichterung nachvollziehen ;-)
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131 – 132 Mauersegler am polnischen Grenzbahnhof Terespol
In Terespol kam der polnische Zoll ins Abteil und plapperte auf Polnisch los: „Guten Abend. Sie haben Weißrussland verlassen. Ich führe die polnische Zollkontrolle durch. Bla bla. Haben Sie irgendwas dabei, Alkohol, Zigaretten. Bla… Bla bla.“ Er stockte und fragte auf Polnisch: "Verstehen Sie mich?" Die Russen in meinem Abteil nur: "Нет". Dann wiederholte er das ganze Gesums auf Russisch. Ich dachte ‚Ich bin nicht verpflichtet, Polnisch oder Russisch zu beherrschen. Er sieht, dass ich einen deutschen Pass in der Hand halte. Ich sage jetzt einfach mal gar nichts :D‘. Die Kontrolle war äußerst lasch, ich hatte – natürlich legalerweise – eine Flasche Wodka und mir noch nicht mal Mühe gemacht, sie zu verstecken, und dennoch hat er sie nicht gesehen. :D Der slowakische Zoll hat damals meinen kompletten Koffer durchwühlt und alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen war, einfach auf den Boden geschmissen...^^ Letztlich hat der Zoll doch überall die Aufgabe, einen möglichst schlechten Eindruck zu hinterlassen, um zu sagen: Leg dich bloß nicht mit uns an! In Terespol war trotz leicht verspäteter Ankunft nach der übermäßig langen weißrussischen Kontrolle ausreichend Zeit, denn die polnische Grenzkontrolle war schnell beendet.
Der Russentalgo bestand aus zwanzig Wagen, im ersten und letzten ist nur Technik untergebracht. Aufgrund der geringen Wagenlänge haben die 2.-Klasse-Wagen (vergleichbar mit Kupe) nur je fünf Abteile. Der Talgo ist von der Laufruhe her gut, aber im Technikschrank direkt neben mir hinter der Abteilwand brummte irgendwas die ganze Zeit urst laut... Die Dosierung der weißrussischen Medikamente ist offensichtlich nicht für Menschen, sondern für Pferde: Bereits am Abend hielt mein Bauch dicht.^^ Die Russen in meinem Abteil starteten immerhin dreimal den Versuch, sich mit mir zu unterhalten, aber es klappte einfach nicht. :D In Warschau (1:45 h hinter Terespol) waren wir kurz nach Mitternacht und fuhren mit + 10 ab. Da 2018 die zentrale Strecke durch Polen gesperrt war, machte der Zug in Warschau Kopf und fuhr bis Iława im Nordosten Polens, wo er nachts gegen 2 Uhr abermals Kopf machte und über Posen nach Berlin fuhr. Morgens um kurz nach sechs fuhr er pünktlich über die Oder, danach bleib der Russentalgo mit Polenlok am deutschen Brückenkopf erstmal stehen.^^ Frankfurt/Oder wurde mit + 8 verlassen. Auffällig in Deutschland war wieder der schlechte Mobilfunkempfang – selbst westlich von Erkner gab es noch Funklöcher! Wegen der Verspätung entfiel der 10-minütige Betriebshalt in Erkner (lt. DSO-NZ-Übersicht), es ging nonstop zum Ostbhf., Ankunft dort auf die Minute pünktlich.
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133 Geil, das Verbot der Waffenmitnahme gilt offenbart nur vom 25.05. - 25.07. wegen der WM. Sonst darf die Russkij Mafia ihre Knarren mitbringen oder was!? :D Darüber der Fahrplan.
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134 Der Technik-Wagen
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135 Der Gang wirkt deutlich anders als in den bisherigen Zügen ;-)
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136 Spiegelung
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137 Angekommen
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138 Hier geht es sehr international zu
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139 – 141 Oioioioi – die Russen kommen. На здоровье, und schon sind sie da! ;-)
Ich fuhr mit einem Regio zum Mehdornium, wo ich noch 2 h vertrödeln durfte (mit schwerem Koffer kein Spaß^^). Aus Angst, der deutsche Zoll könnte den Zug mal so richtig auseinandernehmen, hatte ich entsprechend Puffer eingebaut, das Journey Continuation Agreement gilt nicht für Russland/Weißrussland (dort haben die Züge ja auch fast nie Verspätung, aber es zählt ja der Beförderer). DB Fernverkehr begrüßte mich mit: „Bitte beachten Sie die geänderte Wagenreihung: Abschnitt A - F Wagen 1 - 14.“ Sehr aufschlussreich, wie sollte es auch anders sein? Die 1. Klasse war ganz hinten – genau dort, wo dank der überaus hilfreichen Information zahlreiche Klassenfahrt-Gruppen standen. Der Zug wurde natürlich wieder ohne Reservierungsanzeigen bereitgestellt, die Schülergruppen trugen nicht gerade zu einer Reduzierung des Chaos bei. Wenigstens erschienen bei Abfahrt die Reservierungsanzeigen. Ich habe mich zum ersten Mal komforteingecheckt. Es gab prompt Mecker von der DB-Provodniza, weil ich anschließend mit einer amerikanischen Touristin den Platz getauscht hatte, damit sie am Fenster sitzt...^^ Die Fahrt war unspektakulär, Ankunft in München mit + 2, dank der umgekehrten Wagenreihung hab ich noch eine U-Bahn verpasst.
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142 Alter Mann
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143 Die Korrespondenz in Erfurt funktioniert – ui, wie exotisch!
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144 Vorbei…

Ab Moskau waren es 3.756 km, davon 736 in Russland, 810 in der Ukraine, 689 in Weißrussland, 821 (meiste!) in Polen und 709 in Deutschland. Die planmäßige Fahrtzeit betrug 40:03 h plus 5:12 h Zwischenhalte.

Es grüßt in Freiheit
Das Krümelmonster

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Was Du suchst, ist in Dir. Ansonsten ist es im Kühlschrank. Oder in der Kekspackung. :)

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