Nicht sagen, was man nicht weiß! (Aktueller Betrieb)

Jörg, Sonntag, 17.01.2010, 23:51 (vor 5931 Tagen) @ Mario-ICE

Salut :)

aber soll man nun bei jeder Störung durchsagen das sich der Zug unbestimmt verspätet? (z.B. weil er wegen einer Weichenstörung steht)
Du verlässt dich nun drauf und nutzt den RE Richtung Köln und bereits in Aachen - Rothe Erde oder Düren überholt euch der ICE/THA - ist das besser für dich?


Dann ist es meine Entscheidung was ich mache. Wenn der THA/ICE mich dann im Bahnhof Rothe Erde (bzw. eher Eschweiler oder Langerwehe) überholt, kann ich mich höchstens über meine falsche Entscheidung ärgern.

Ja, ich geröre nicht zu den Menschen, die jeden Schritt vorgekaut haben müssen ;)

"unbestimmt verspätet" klingt nach einer Verspätung jenseits zwei Stunden. "wir können momentan noch keine Prognose abgeben" währe ehrlich, aber zu lang. Aber man kann z.B. sagen "mindestens 10 Minuten". Dann weiß der Reisende: Aha, es kann auch mehr werden, muss aber nicht.


Das ist Wortklauberei. Ob da nun "mindestens" , "ca." oder "voraussichtlich" angesagt wird ist den meisten Reisenden völlig egal. Die Zahl die dahintersteckt ist entscheidet und diese ist halt nicht immer so genau zu progonstizieren. Der Endeffekt ist immer gleich, kommt es zu zusätzlichen Störungen wird die von dir bemängelte Erhöhung der Verspätung in Intervallen auch hier wieder greifen.

Außerdem muss im System ja eine Verspätung hereingegeben werden um alle über das RIS zu informieren. Wenn man es unterlässt steht weiterhin pünktlich im RIS oder man schaltet die Bahnhofstafel "aus".
Ist das besser?


Das ist ein klassischer Systemfehler! Man muss eine Information angeben, die man überhaupt nicht kennt! Das System verlangt also nach einer Falscheingabe, um zu funktionieren.
Auch hier könnte das Wort "mindestens" helfen.


Ich glaube hier hast du was falsch verstanden.

Nein das glaube ich nicht. Dem System wird ein Wert in absoluten Zahlen eingegeben und diese spuckt es auch wieder aus.
Bei einer Verpätung die im Aufbau ist helfen diese sehr waagen absoluten Zahlen die meist die aktuelle Verpätung hinter Plan wiedergeben und sich ständig aufbauen dem Kunden kaum weiter. Außer das er vielleicht in besagtem falschen Glauben gelassen wird, dass es sich um eine geringe Verspätung handelt und er das Personal vor Ort weniger durch unbequeme Fragen nervt.

Hier sind entweder Erfahrungswerte gefragt oder wenn dies auch nicht möglich ist eben die Information, das man selbst nicht wisse wie lange es noch dauern kann. Auf jeden Fall sehe ich hier ebenfalls einen Systemfehler der zu Fehlinformationen gegenüber den Kunden aber auch den Bahnmitarbeitern die diese Zahlen dem Kunden gegenüber vertreten führt.

Um eines klarzustellen: Ich sage hiermit NICHT, dass die Ansager "schuld" sind! Sie haben Richtlinien und eine vorhandene Technik, die sie unterstützen soll. Meine Kritik richtet sich an das System.


Bitte welches System den? Um ehrlich zu sein habe ich bis jetzt noch keine neuen Ideen gehört, wie man was verbessert haben möchte. Das Wort "mindestens" kann es wohl nicht sein.

Warum denn nicht!
Zumindest ist das kleine Wörtchen "mindestens" schon mal ein Anfang. Es ist jedenfalls zutreffender und ehrlicher als die aktuellen Informationen.

So klein kann der Unterschied zwischen einer ehrlichen Information und einer Fehlinformation eben manchmal sein.
Grüße Jörg


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