Mein Unverständnis (Aktueller Betrieb)

Mario-ICE, Sonntag, 17.01.2010, 19:29 (vor 5931 Tagen) @ Jörg
bearbeitet von Mario-ICE, Sonntag, 17.01.2010, 19:30

Das Prognosen zu Verspätungen manchmal ziemlich schwierig sind ist klar. Wenn man keine Ahnung hat wie lange etwas dauert bringt es aber nichts eine geringe Prognose abzugeben und diese dann immer wieder nach oben zu korrigieren.

Jede Störung hat ihren eigenen Charakter, die man als im Zug Sitzender selten wirklich so beurteilen kann , wie sie sich zugetragen hat.

Beispiel Zug hat 20 Minuten Verspätung und 5 Minuten vor dem nächsten bahnhof ist eine Weichenstörung. Bis das zu der stelle kommt, die die Ansage tätigt wurde garantiert die erste Meldung dem Kunden schon bekanntgegeben.

Man sollte dem Kunden ehrlich gegenübertreten und im sagen was Sache ist und auch das man keine Ahnung hat wie lange es dauert bis eine Störung beseitigt ist.

Und das soll es bringen? Dann kommt doch gleich wieder jemand und regt sich auf das man keine genauen Infos bekommt. Außerdem gibt es ja Informationsstandards die abgesetzt werden müssen. Zugegeben auf den Bahnhöfen ist diese noch nicht mit der entsprechenden Qualität untersetzt.


Ist die Störung dann beseitigt und eine Prognose möglich sollte alles daran gesetzt werden die Informationen an die Fahrgäste weiterzugeben.

Insbesondere was die Kommunikation der Anschlußzüge im Verspätungsfall betrifft habe ich leider vielmehr schlechte Beispiele erfahren als gute Beispiele.

Ein gutes Beispiel zum Beispiel war die Information per Lautsprecher in einem Nahverkehrszug bei Einfahrt in einen Knotenbahnhof zu einem verspäteten Fernverkehrszug. (Kein planmäßiger Anschlußzug) Ungefähr so: "Der verspätete Zug XY nach Z über A und B, kann ebenfalls noch erreicht werden."

Schlechte Beispiele sind Ansagen wie "Dieser Zug konnte leider nicht auf sie warten" obwohl er dann im nächsten Bahnhof doch noch bequem erreicht werden konnte.

Warum ist das wohl so? Weil im Fernverkehr Deutschlandweit das Zub eingesetzt wird, die können unmöglich jeden kleinen Schleichweg - den ein Vielfahrer oft besser weiß - kennen, insbesondere auf Strecken mit parallelem Zugverkehr.

Auch schon umgekehrt erlebt. Also: "Der Zug wartet Abfahrbereit auf Sie" und dann fährt dieser am Bahnsteig gegenüber los bevor die Türen freigegeben sind.

Zugegeben ein unschöner Fall und kommt gar nicht selten vor, aber solange jedes EVU andere Bestimmungen zum Warten seiner züge erlässt auch wieder kein Wunder. Der Infrastrukturbetreiber zieht sich immer mehr aus dem anschlussprocedere heraus und dann entstehen solche Situationen, weil Anschluss-SMS nicht angekommen seien sollen oder sie nicht für bindend betrachtet werden.


Bei einer solchen Kommunikation der Bahnmitarbeiter untereinander (und mir als Kunden ist da ziemlich egal wer da mit wem nicht kommuniziert) kommt man sich dann ganz schön im Stich gelassen vor.

Fazit:
Die Echtzeitinformationen im Internet und auf dem Handy sind ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Was die Kommunikation untereinander zum erreichen oder auch nicht erreichen von Anschlußzügen betrifft sehe ich noch viel Verbesserungsbedarf.

Dem letzten Satz stimme ich dir zu, wobei wenn alle Beteiligten mehr Fingerspitzengefühl walten lassen würden hier auch schon einiges erreicht werden könnte.


Grüße Jörg


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