Das "Vertrauenskonto" der DB bei den Kunden (Aktueller Betrieb)

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Sonntag, 17.01.2010, 07:19 (vor 5942 Tagen) @ Mario-ICE

Hallo,
Danke für den Einwurf, er ist berechtigt. Konkretes Beispiel für mich ist die Unfallstelle in Neubeckum, da hörte man auch immer wieder neue Daten zur schrittweisen Inbetriebnahme. Andererseits sah man da aber auch immer, dass gearbeitet wurde. Morgens um 6 Uhr, wenn ich zur Arbeit fuhr, genauso wie abends um 19 Uhr, wenn ich zurückgekommen bin. Mehr ist nicht möglich. Genauso ist es auch bei technischen Störungen der Fahrzeuge, wie du sie beschrieben hast. Am Anfang hofft man noch berechtigterweise, dass das irgendwie hinzubiegen ist und am Ende muss man vielleicht doch aufgeben oder der Zug fährt wieder.

Aber vielleicht liegt der Grund für den Ärger auch an anderer Stelle?
Wie ist es mit dem Vertrauen der Kunden in das Unternehmen DB bestellt? Mein Vertrauen in das Unternehmen DB als normaler Kunde wäre wahrscheinlich schon lange aufgezehrt, wenn ich nicht in meinem Freundeskreis viele aktive DBler hätte, die solidarisch aber auch sehr kritisch zu ihrem Arbeitgeber stehen. Schwierigkeiten beim Betrieb, gelungene oder missratene Berichterstattung, unglaubwürdige oder glaubwürdige Pressesprecher und eine Unternehmensleitung, die manchmal geschickt, manchmal sehr ungeschickt mit Kritik umgeht hinterlassen Spuren im "Vertrauenskonto", auf das die Betriebseisenbahner an der Basis auch angewiesen sind.

"Schlaue Berater" haben da leider reichlich ihre Spuren im Unternehmen hinterlassen.

Ich denke, dass die DB besser als ihr Ruf ist. Hier im Forum denken das, so schätze ich, auch recht viele. Aber unter der Gesamtkundschaft ist es wohl leider, so meine Schätzung, ein verschwindend geringer Teil.

--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
[image]


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum