Reduktion der Türanzahl (Allgemeines Forum)

SPFVG, Samstag, 06.02.2016, 12:32 (vor 3719 Tagen) @ Proeter

Die Schwaben scheinen ein sehr langsames Völkchen zu sein. Wenn man einen Fahrgastwechsel in Bahnhöfen wie Hamburg Hbf oder Hannover Hbf, bei diesem sogar bei einer der aufkommenstärksten Linien der Linie 10, in 3 min schafft, dann sollte das in Stuttgart auch in 4 min zu schaffen sein, das geht ja jetzt auch im Kopfbahnhof.


Das liegt nicht an den Schwaben, sondern am Fahrzeug. Die Standzeit muss auf das Fahrzeug mit der längsten Fahrgastwechselzeit ausgelegt sein - und das ist die BR 407. Hier wurde die Anzahl der Türen pro Sitzplatz gegenüber der BR 403 annähernd halbiert.
Und wer mal am Freitag- oder Sonntagnachmittag Velaro fährt, der weiß wieviel Mehrzeit der Fahrgastwechsel hierdurch benötigt.

Kennt eigentlich jemand den Hintergrund? Also hat sich bei der Bahn jemand gesagt, dass die paar zusätzlichen Sitzplätze die Verlängerung der Standzeit (und dadurch resultierende höhere erforderliche Reisegeschwingigkeit) aufwiegen?

Na das wird so wie immer gelaufen sein, das Management fand die Sitze toll, da dadurch rechnerisch die Sitzplatzkosten sinken, aber an die Auswirkungen macht man sich keine Gedanken.

Beim ursprünglichen ICEng wars ja ähnlich, immerhin bekam man da aber noch gerade so die Kurve und hat die Sitzteiler vergrößert.

Das ist doch ein Schildbürgerstreich, wenn man einen Durchgangsbahnhof baut und man dann wegen zu weniger Türen trotzdem solange hält wie das Wenden im Kopfbahnhof dauert.

Mal ganz ehrlich, eigentlich müsste das System andersherum laufen: Viele Türen, damit Standzeiten von 1 Minute statt 2 oder mehr reichen. Aber da gibt es halt einen gravierenden Unterschied:

Die Schnellfahrstrecke bezahlt der Bund, die ICE-Fahrzeuge muss die DB AG dagegen selbst bezahlten.


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