Mit Offenbachern direkt hat das weniger zu tun... (Reiseberichte)

ALR997, Montag, 18.01.2016, 11:38 (vor 3932 Tagen) @ Colaholiker

...als mehr mit dem, was heute nach den ganzen Ausschreibungen und Lohndumping auf den Bussen rumrutscht. :(

Von den Ausschreibungen habt ihr da unten ja doch noch einige im Busverkehr.

Oh, das Spielchen hatten wir bei uns auch noch sehr lange: Oberhausen war im westlichen Ruhrgebiet die letzte Bastion des unkontrollierten Überalleinstiegs, gerade Essener und Vestisches Personal konnte sich damit nicht so gut arrangieren, man sah richtig das Busfahrerherz bluten, wenn sie dann doch mal die hinteren Türen freigaben ;-)

Besagter Busfahrer öffnete alle Türen, aber schnauzte dann alle, die nicht vorne einstiegen an "Du nix schwarzfahre hier! Du zeige Fahrkarte vorne!"

Das wird auch noch ganz gerne gemacht. Allerdings sind unsere (städtischen) Betriebe personell durchaus besser aufgestellt, unterstelle ich jetzt mal.

Den Andrang haben sie in Berlin, Köln und wie sie alle heißen durchaus auch. Da hat man sich allerdings weniger um die Fahrgastbelange gekümmert ;-)

Berlin und Köln sind ohnehin so unattraktiv, daß man dort nicht sein möchte. Da spielen die Busse nur eine untergeordnete Rolle. ;-) Davon abgesehen, die Mentalität der Frankfurter würde dazu führen, daß man trotzdem hinten ein- und aussteigt. Entweder durch die geschlossene Tür oder dank der außen angebrachten Notentriegelung. (Ist 'ne lange Geschichte, resultierend aus der Gängelung der Bürger durch die Stadtoberen mit sinnlosen Vorschriften und dem konsequenten Ignorieren selbiger durch die Bürger. Hat sozusagen Tradition bei uns.)

Glaub ja nicht, dass z.B. bei uns (von anderswo kann ich es zumindest nicht nachvollziehen) die Fahrgäste einfach akzeptiert haben, allerdings, die die dann rebellisch hinten eingestiegen sind, oder die Fahrkarte nicht vorgezeigt haben, die wurden entweder unsanft des Fahrzeugs verwiesen oder in einem Fall, wird jedenfalls steif und fest behauptet, hat der Busfahrer einem Fahrgast eine geballert, nachdem dieser sich geweigert hatte und auch noch frech wurde - ob was Wahres dran ist, weiß ich nicht, ich war nicht dabei.

Nur irgendwann gibt eben der Klügere nach, auch wenn das dann mal Verspätungen zur Folge hat. Nachdem man allerdings den Fahrplan angepasst hat, waren auch die Vordereinstiege ein geringeres Problem... ^^

Auf die sinnlosen "Nachts-aber-nur-30-auf-Hauptverkehrsstraßen"-Zerebralflatulenzen eines grünen Verkehrsdezernenten (wer erkennt den Widerspruch? Ist wie mit dem päpstlichen Verhütungsberater) anspielende Grüße,
der Colaholiker

Je nach Lokalität ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung nachts durchaus sinnvoll, da sie Lärmemmissionen verhindern kann. Auf einer Hauptstraße wo mehr als 50 km/h erlaubt sind ist dies allerdings auf jedenfall unsinnig, schon alleine weil sich niemand dran halten wird.

Ich denke gerade an eine Autobahn auf der Nachts statt 100 nur 80 erlaubt ist, wo jedoch gerade Nachts vielmehr 130+ gefahren wird. Da muss man die Autofahrer aber auch verstehen, wer mit 200 km/h dran vorbei fährt, der kann das "Lärmschutz"-Schild ja auch gar nicht lesen!

Gruß,
Lucas


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