Selbstfahrzeuge haben ein systemimmenantes Problem (Allgemeines Forum)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 18.01.2016, 11:35 (vor 3749 Tagen) @ GUM

Meine 10 Kilometer-Zeit ist leider wesentlich langsamer.

Meine auch. Wobei ich bezweifle, daß mein kaputtes Knie überhaupt 10 km am Stück durchhalten würde.

Mein schöner Vergleich: Hier steht ein Selbstfahrzeug-Metallberg nach ca. 30-40 Minuten Fahrt zur Arbeit rum und der Zug nimmt dann neue Fahrgäste auf.

Das ist nicht von der Hand zu weisen. Wenn es unbedingt der Weg mit dem Auto zur Arbeit sein müßte, würde sich natürlich Carsharing anbieten. Fällt aber ebenso flach, wenn man "aufm Land" arbeitet, wo es so etwas schlicht und ergreifend nicht gibt. Allerdings würde das auch das Risiko bergen, daß man, wenn's mal wieder länger dauert, aus dem Büro kommt, zu Zeiten, wo der Bahnsteig schon hochgeklappt ist, und dann kein Sharingcar da ist. Dann guckste doof. ;)

Ich glaube irgendwo mal gelesen zu haben, dass man bei der S-Bahn von 4 Fahrgästen pro Quadratmeter bei Stehplätzen ausgeht.

Das habe ich auch im Hinterkopf. Allerdings habe ich das mal versucht, für bestimmte Fahrzeuge nachzuvollziehen, und kam nur auf diesen Wert, wenn ich auch die Bodenfläche innerhalb von Vierersitzgruppen mitgerechnet habe. a jedoch der absolute Großteil der Fahrgäste über Unterschenkel verfügt, und diese normalerweise beim Sitzen genau diese Fläche benötigen, die zwischen den Sitzen ist, ist dieser ohnehin schon recht enge Wert doch sehr hypothetisch. Insbesondere im Winter, wenn jeder noch dick eingemummelt ist und jeder Pendler noch seine Tasche mit diversen Dingen (beispielsweise in Ermangelung einer Kantine oder anderer externer Speiseversorgungsstellen das Lunchpaket) mit sich führt.

Ja! Als ich eine Zeit lang im "VRR-Land" gewohnt habe, habe ich den überfüllten Doppelstock RE gemieden. Da war dann die "langsame" S-Bahn besser.

Der Parallelverkehrvermeidungsverbund Rhein-Main (alias RMV) läßt einem oft die Wahl nicht. Da hält der RE einfach im Bereich der S-Bahn so gut wie nicht mehr. Nehmen wir mal eine von mir früher viel genutzte Verbindung zwischen Frankfurt und Darmstadt. Die RE von Heidelberg/Mannheim halten zwischen dort und Darmstadt recht häufig. Ab Darmstadt, wo sich die S-Bahn hinzugesellt, gibt es noch einen gemeinsamen Halt bis Frankfurt, nämlich Langen. Wenn man also nicht gerade Start und Ziel an Stationen hat, die beides bedienen, ist man gekniffen.
Meine jetzige Strecke sieht noch "besser" aus, da gibt es nur die HLB. Sonst nix.

Und doch quillt der ÖPNV hierzulande bei den Schaukämpfen der Fußballsöldner immer über mit "Fans", denen ich aber in dem Zustand, in dem sie unterwegs sind, ohnehin die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges absprechen würde. Hmm.


Was für eine wunderbare Formulierung "Schaukämpfe der Fußballsöldner" :-)

War mir klar, daß Du diese Formulierung mögen wirst. Deshalb habe ich sie auch genutzt. ;-)

Da besteht noch echter Nachholbedarf. Vor ein paar Jahren gab es ein paar Zeitungsberichte über einige wenige Städte, die eine neue Schnellstraßenbahn in Betrieb genommen haben.

Mein Kollege aus Oklahoma City berichtete mir ja unlängst, man habe jetzt auch Bahnverkehr. Es stellte sich heraus, daß es jetzt einen Zug nach Dallas, Texas gibt. Einmal am Tag. Naja, besser als nix. ;-)

Liebe Grüße zurück von GUM, der heute eine uhrwerkgleiche Verbindung in einem Verkehrsverbund nutzen konnte.

Deinen beteiligten Verkehrsunternehmen gratulierende Grüße,
der Colaholiker

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