Nein, kein Offenbarungseid (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt, Eisenach, Donnerstag, 14.01.2016, 14:49 (vor 3751 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von ICETreffErfurt, Donnerstag, 14.01.2016, 14:52

Man merkt nun einfach nur, wo die technischen Grenzen der heutigen Infrastruktur liegen. Vor 25 Jahren waren 200 km/h in Deutschland die höchste gefahren Geschwindigkeit im Eisenbahnbetrieb und größere Schneemengen hatten deswegen weniger Probleme verursacht. Seit Einführung der ICE 1991 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und mehr ist dieses Problem mit dem Eisabwurf ein Thema. In den ersten Betriebsjahren hat man die Schäden einfach in Kauf genommen und aufwändig repariert. Heutzutage heißt der Grundsatz eben vorbeugende Maßnahmen und dazu gehört halt die Reduktion der Geschwindigkeit auf einen Stand, wo das System Eisenbahn relativ problemlos funktioniert. Und mal ehrlich, selbst mit 200 km/h ist der ICE dem Auto im Winter in Sachen Reisezeiten überlegen, da verschneite Autobahnen und Bundesstraßen auch nicht mit mehr als 100 km/h gefahrlos befahren werden können. Natürlich kann ein Autofahrer das Risiko ignorieren und schneller fahren und dabei auch Glück haben. Aber die Statistik zeigt, dass in der Regel ein Unfall die Folge sein wird.

Während also Otto-Normal-Autofahrer sich mit 50-80 km/h über verschneite Straßen quält und der Rowdy-Fahrer sich mit 120 km/h in die nächstbeste Leitplanke dreht und über den entstandenen Blechschaden an seinem geliebten Vehikel jammert, fährt der Bahnfahrer auch im Winter mit recht schnellen 200 km/h durch die Lande und hängt auf den Kernrelationen alle anderen Verkehrsmittel locker ab.

PS: Fliegen ist auch keine Alternative, da die Flughäfen meist bei starkem Schneefall viele Flüge streichen und auch Fähren/Binnenschiffe können wegen zugefrorener Flüsse und Seen nicht verkehren.


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