Nein, aber die Züge selber sind auch nicht das Problem. (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt, Eisenach, Donnerstag, 14.01.2016, 15:09 (vor 3751 Tagen) @ telemaxx
bearbeitet von ICETreffErfurt, Donnerstag, 14.01.2016, 15:12

Sind neue Hochgeschwindigskeitszüge denn robuster, jetzt wo man Erfahrungen mit diesem Phänomen gesammelt hat?

Ja und nein. Die ICE3MF hatten in den ersten Betriebsmonaten massive Probleme auf den französischen LGV mit Schotterflug. Dies konnte durch eine geänderte Aerodynamik am Unterboden stark gemildert werden. Ich schätze diese Züge dürften auch im Winter auf deutschen SFS die wenigsten Probleme haben.

Die ICE-T fahren von Hause aus nur 230 km/h und haben die großen Probleme der ICE1/ICE2 in der Form nicht.

Aber bei den gewöhnlichen ICE3 hat man das Problem eher noch verschlimmert. Nicht nur, dass sie 300 km/h fahren und somit mehr kinetische Energie beim Abwurf freisetzen, scheinen sie in der Hinsicht auch weniger robust als ihre Vorgänger.

Der größte Knackpunkt sind aber weniger die Züge als das LZB-Kabel in der Gleismitte, was nach und nach regelrecht zerstört wird, sowie auch Indusi-Magneten, Achszähler und Kabel für die Weichensteuerung.

Nur mal so ein Vergleich:

Ein Eisbrocken von 20 cm Durchmesser hat in etwa eine Masse von 1,2 Kilogramm. Bei 300 km/h (83 m/s] hat er eine kinetische Energie von ~ 4 kJ. Das ist in etwa die 8-fache Energie eines 9mm-Projektil einer Handfeuerwaffe.


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