Selbststreik DB (Aktueller Betrieb)

Christian_S, Samstag, 09.05.2015, 22:49 (vor 3994 Tagen) @ Alexander


diese Sonderdienstpläne sind jedoch nicht so ohne weiteres möglich, da hier der Betriebsrat ein Wort mitzureden hat. (Es gab durchaus auch "Knatsch" zu den Streikdienstplänen...

Das dürfte aber weniger das Problem gewesen sein. Selbst während des Streikfahrplans waren viele Schichten der Tf, ZuB etc ja komplett geändert, egal ob in Gegenden mit relativ "normalen" Verkehr oder in Gegenden mit hohem Ausfallanteil. Glaube kaum, dass da die jeweiligen Betriebsräte erst in jedem Detail zustimmen mussten, das dürfte vom Zeitaufwand her gar nicht möglich gewesen sein.

Nicht jeder Mitarbeiter ist bereit, wenn er eine Schicht von 6:00 bis 15:00 Uhr hat einfach mal so 2-3 Stunden länger zu machen.

Muss ja auch nicht. Aber der, der morgen z.B. eine Schicht von 14:30 bis 23:30 hat, warum soll der nicht fahren? Obs nun die "original" Leistung oder nicht ist dabei doch erstmal nebensächlich.

Dazu hast du weiterhin das Problem der wirtschaftlich optimierten Schichten, da kann es schon vorkommen das bei 20 Minuten Verspätung am nächsten Tag die nächste Schicht nicht pünktlich angetreten werden kann, weil man unter die Mindestruhezeit kommt.

Das ist ja aber ein Problem unabhängig vom Notfahrplan, sondern dieses Risiko hat man bei knapp geplanten Übergängen immer.


Variante 1: Es wird stur der Ersatzfahrplan weitergefahren.
Variante 2: Es gibt am Sonntag keinen Ersatzfahrplan, mit dem Nachteil das eventuell viele Züge ausfallen und es keine Vorhersage für die Reisenden gibt welcher Zug verlässlich fährt und welcher nicht. (Ist eigentlich nur im Nahverkehr sinnvoll)
Variante 3: Es wird der kommunizierte Ersatzfahrplan zu 100% weitergefahren und ab 09:00 Uhr werden je nach und nach Zusatzzüge eingelegt um ein erhöhtes Angebot anzubieten.

Genau, Variante 3 ist die sinnvollste/logischste Variante. Bloss nützt es nichts, morgen ad hoc die Züge einzulegen, wer soll da groß mitfahren? Im Interesse der Fahrgäste hätte da - und ich betone nochmals: ein Teil! - der regulären Züge wieder fahren können. Natürlich längst nicht alle.

Ich stimme mit dir überein, dass die DB hier am Sonntag eventuell mehr Züge fahren könnte. Aber ein Problem ist einfach, dass die Personalsituation bei den Disponenten der DB auch alles andere als rosig aussieht und man schlicht teilweise gar nicht genügend Kapazitäten zur ad-hoc Planung solcher Dinge hat.

Ja, das ist soweit richtig. Aber gerade nach Streikende dürften doch nochmal eine ganze Reihe mehr Personale zur Verfügung stehen als während des Streiks.


Anderseits ist der GDL hier sehr wohl vorzuwerfen, warum ein Streikende willkürlich um 09:00 Uhr festgelegt wird?
Hier wird bewusst "Chaos" in kauf genommen, obwohl man den Streik hätte auch um 03:00 Uhr beenden können.

Hm widerspricht das nicht allem vorher gesagten? Wo sollten die Personale, die ja angeblich überall zahlreich fehlen, denn herkommen, nur weil der Streik schon in der Nacht zu Ende wäre?


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