[CH] SBB Flottenstrategie (Allgemeines Forum)

Re 8/12, Winterthur, Montag, 12.05.2014, 00:38 (vor 4346 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Re 8/12, Montag, 12.05.2014, 00:40

Allgemein gefragt: Ist die SBB bei den Rollmaterialbeschaffungen nicht etwas konservativ und kurzsichtig? Oder bin ich zu Optimistisch mit den Einsatzgebieten der Fahrzeuge oder sogar mit der betriebsdauer bis 2060?

Ebenso allgemein würde ich beide Fragen mit ja beantworten.

Das wird zwar mit ziemlicher Sicherheit im AS 2030 enthalten sein, jedoch auf keinen Fall für 250 km/h. Entweder 160 km/h oder 200 km/h.

Da der AS 2030 aber noch nicht definiert geschweige denn bewilligt ist, ist auch die politische Frage der längerfristig sinnvollen vmax nach wie vor offen.

Wenn man nun etwas optimistisch ist wird im Horizont 2030 auch der Wiesenbergtunnel (v_max=250km/h?)


Gesichert gelten für 2030 ein Ausbau Zürich - Aarau und der Brüttenertunnel. Diese beiden Projekte machen schon mehr als 50% des Budgets des AS 2030 aus. Der übrigbleibende Gekdbetrag ist geringer als die für einen Wisenbergtunnel prognostizierten Kosten. Daher wird der Wisenbergtunnel mit ziemlicher Sicherheit nicht im AS 2030 enthalten sein.

Beim Wisenberg wäre noch anzumerken, dass ähnlich wie beim Ceneri die Tunnellänge wohl zu kurz ist, um ein Beschleunigen auf 250 lohnend erscheinen zu lassen.

und ein mini-Ausbau der NBS Mattstetten-Rothrist auf 250km/h tatsache (ev. Bern-Basel unter 45min).


Wofür man erst recht kein Geld vor 2050 hat. Wir haben noch ganz andere Baustellen, die man eher angehen wird als das Pimpen der NBS auf vmax 250 km/h.

Braucht's denn dazu wirklich Geld? Habe gemeint, es ginge nur um ein paar geringfügige Anpassungen.

Zudem, wer weiss denn schon wo nach 2035 noch überall auf 250km/h ausgebaut (z.B. Niesentunnel, Wallis/Simplonlinie oder NBS am Jurasüdfuss und zwischen Bern-Fribourg-Romont)?


Nirgendwo dort sind in der FABI-Konzeption derartige Geschwindigkeiten geplant.

Die FABI-Konzeption, wie sie heute vorliegt, ist eine Momentaufnahme, die nicht verbietet, sich über andere oder weitergehende Projektideen Gedanken zu machen. Einen Niesentunnel würde ich dabei zwar eher zu den weniger aktuellen Optionen zählen. Auch müssen wir damit leben, dass das derzeit gültige Raumordnungskonzept eigentlich einer Verkürzung der Reisezeiten zwischen den verschiedenen Metropolitanregionen eher im Wege steht (worüber allerdings vielleicht auch mal zu diskutieren wäre). Angesichts der Gefahr des Auseinanderdriftens von Deutsch- und Welschschweiz könnte ich mir aber durchaus vorstellen, dass eine substanitell schnellere Verbindung über den Röstigraben durchaus auf Interesse stossen könnte. In der Westschweiz werden auch verschiedene entsprechende Ideen diskutiert.

... dass dann schon eine noch neuere Dosto-IC-Triebzug-Beschaffung am anrollen ist. Diese könnte dann durchaus auf vmax 249 km/h ausgelegt sein. Und so passt das sehr gut mit dem «langfristig 249 km/h».

Und vielleicht wird man bis dann auch von dieser Sprachregelung wieder abgekommen sein und 250 als das benennen, was es ist ;)

Oder Lässt sich der Twindexx auf 250 "pimpen"?


Nein, nur vmax 230 km/h.

Interessant - heisst das jetzt, dass man die demnächst abzuliefernden Twindexx für 230 nachrüsten könnte, oder gilt die Aussage erst für eine allfällige Nachfolgerserie?

Zudem könnte man auch sagen dass der EC250 ebenfalls nicht auf der Höhe seiner Aufgaben ist. Falls man den Zug einmal über Milano hinaus einsetzen will wäre doch eher 300 angesagt.


Da kann man berechtigte Zweifel haben, ob Trenitalia das jemals will.

Wobei nach dem Prinzip des freien Netzzugangs Trenitalia hier nicht viel dazu zu sagen haben sollte. (Würde für solche Verbindungen allenfalls auch vmax 250 genügen?)

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