Sammelantwort (Reiseberichte)

Re 8/12, Winterthur, Donnerstag, 05.12.2013, 03:35 (vor 4489 Tagen) @ Twindexx

(...) und nicht nur ein paar, die mit Ach und Krach 400 m Länge erreichen (der lange Jumbo-IC passt also nicht auf alle Gleise und auf die wo er draufpasst, tut er das nur sehr knapp).

Heisst das, dass ein paar Bahnsteige aber doch schon heute schon heute die 401,2 Meter langen Doppeltwindexx aufnehmen könnten?

Insgesamt wird folgendes investiert:

Ich finde diese Beträge schon auffällig hoch und frage mich, ob es wirklich nicht anders ginge. Schauen wir die Liste nochmal im Detail durch:

- Drei mindestens 400 m lange Abstellgleise im Ostkopf des Bhf Lausanne für 36 Mio CHF,

Na ja ... meinetwegen.

- Neues Stellwerk Bhf Lausanne für 75 Mio CHF,
- Neues Stellwerk Bhf Renens für 69 Mio CHF,

Bei Stellwerken kenn ich mich nicht so aus. Wird wohl sein müssen.

- Ausbau Bhf Lausanne für 660 Mio CHF,

Das scheint mir im Vergleich zu anderen Projekten eindeutig um eine volle Grössenordnung überteuert. Vergleicht man mit dem Zürcher DML, so zeigt sich, dass für diesen Preis einen komplett neuen viergleisigen Tiefbahnhof bauen könnte. Ebenso aufschlussreich scheint mir der von dir angeführte Vergleich mit St. Gallen. Ich nehme an, dass es in SG um ähnliche Probleme geht, in etwas kleineren (aber dennoch vergleichbaren) Dimensionen. Vollends fragwürdig erscheint die Investition, wenn man weiss, dass die SBB trotzdem schon heute auf die längerfristige Realisierung eines Tiefbahnhofs hinarbeiten, vgl.
file:///C:/Users/Walter%20Helbling/Desktop/AB%20OKTOBER%202006/Kantone/VD/Gare%20souter... bzw.
http://www.rts.ch/audio/la-1ere/programmes/on-en-parle/5018070-decalage-professionnel-8...

- Viertes Gleis Lausanne - Renens für 260 Mio CHF,
- Überwerfung zwischen Prilly-Malley und Renens für 125 Mio CHF,

385 Mio für ein zusätzliches Gleis über kanpp 4,5 km, inkl. 1 Überwerfung - bin ich denn der einzige, der sowas unverhältnismässig findet?

- Ausbau Bhf Renens für 150 Mio CHF.

Auch dies ein stolzer Betrag für eine S-Bahn-Haltestelle (gleichviel wie für den Knotenbahnhof St. Gallen).

Das Ganze wurde ja relativ kurzfristig quasi als Ersatz für den Chestenberg ins Ausbauprogramm aufgenommen. Ich kann mich gewisser Assoziationen ans Militär nicht erwehren, wo (zumindest früher) niemals Benzin gespart werden durfte, sondern das volle Kontingent auf Teufel komm raus irgendwie verbraten werden musste.

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