Inkompetenz (oder Vorsatz?) der TL beim Ersatzfahrplan (Allgemeines Forum)

Mario-ICE, Donnerstag, 11.12.2008, 14:13 (vor 6307 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von Mario-ICE, Donnerstag, 11.12.2008, 14:17

Hallo Heinz,

was da passiert ist sicherlich sehr unschön für den Reisenden. Von der Ferne jemanden Inkompetenz oder Vorsatz zu unterstellen finde ich jedoch auch nicht die feine englische Art.
Fakt ist, dass unmittelbar nach der Einführung des Ersatzfahrplans im Fernverkehr die Züge der DB Regio AG im Bereich Südost nur noch die in den Wartezeitregelungen festgelegten 3 Minuten auf verspätete Züge warten dürfen. Angeblich soll es zu dramatischen Pünktlichkeitseinbrüchen bei DB Regio gekommen sein und die Aufgabenträger auf pünktliche Durchführung ihrer Züge bestanden haben. Hier kommt wieder die Krux der Bahnreform zum tragen. Jeder sieht nur seins und der Kunde der mit verschiedenen Zügen fahren muss ist der Leidtragende. DB Regio befürchtet, dass der Besteller Bestellerentgelte zurückhält bzw. sich dadurch auch mögliche Wettbewerbsnachteile bei den anstehenden Ausschreibungen entstehen können.
In Leipzig Hbf besteht meines Erachtens 7 Minuten Übergangszeit, bei gleicher Ankunftszeit hätte der RE also mit mindestens 7 Minuten Verspätung den Bahnhof verlassen.


Hallo Mario-ICE,

danke für Deine Mail. Unter den von Dir ausgeführten Aspekten steht das Ganze in einem etwas anderen Licht. In diesem konkreten Fall wäre der Übergang schneller gegangen, da m.W. der Wechsel von Bahnsteig 10 auf 10a erfolgte. Aber da will ich gar nicht streiten, ob man noch hätte warten können.

Du hast dich im vorhergehenden Beitrag auf den RE-Anschluss zur Minute 58 bezogen und der fährt nicht aus Gleis 10 sondern im 20iger Bereich.


Für mich bleiben folgende Fragen:

Warum bekomme ich diese Antwort nicht am Service Point, sondern nur seit dem Beginn des ICE-T Dilemmas die schulterzuckende Antwort, wir wissen nicht, warum das so ist?

Nun das ist ein Dilemma der Bahnreform. Es gibt genug EVU die auf den Service von DB Station & Service nicht gut zu sprechen sind. Jedoch tut man ihnen sicherlich Unrecht, wenn sie jedes Detail oder Maßnahmen von EVU kennen müssen. Ich denke bei der Komplexität ist das für den Mitarbeiter im Servicepoint auch gar nicht möglich. Hier kommt leider auch die gewollte Trennung des Systems Bahn zum tragen.


Warum wartet der Ersatz D-Zug, der ja für den ausgefallenen ICE da ist, dann nicht länger in Leipzig? Oder fällt er, da von der DB Regio gefahren wird, damit auch den Verspätungsregeln? M.E. nicht, da der Besteller die Sparte Fernverkehr sein dürfte.

Erstens aus Platzgründen, zweitens aus Zugfolgegründen. Bei Ausfahrt aus Gleis 10a nach Dresden erfolgt eine Querfahrt über die Strecke aus Richtung Zwickau und der Gegenrichtung aus Dresden. Der entgegenkommende Shuttle muss ja auch wieder in das Gleis 10 a einfahren.


Außerdem ,wenn ich mir die Fahrzeiten anschaue, frage ich mich, warum die Taktung des D-Zuges so gewählt wurde. Er soll jeweils um .02 in Dresden Hbf ankommen, hat regelmäßig 10 Minuten Verspätung und fährt .55 wieder zurück. Wenn man ihn 20 Minuten später fahren läßt, wäre er inclusive Verspätung .32 in Dresden. Da weder gereinigt wird noch Verpflegung gefaßt werden muß, dürfte das ausreichen.

Nun das ist alles nicht so einfach, eine neue Trassierung bedeutet, dass ich am Ende hinter allen Plantrassen hinterherfahre, ob das dann so günstig ist wenn der Zug dann 2 Stunden unterwegs ist?


Nun gut, ab Sonntag wird zwar nicht alles gut, aber hoffentlich vieles besser.

Zumindest besser :-)


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