Inkompetenz (oder Vorsatz?) der TL beim Ersatzfahrplan (Allgemeines Forum)

Mario-ICE, Donnerstag, 11.12.2008, 00:08 (vor 6305 Tagen) @ heinz11

Mal wieder eine Ergänzung zum Geschehen auf der Linie 50:

Am Donnerstag, dem 04.12.2008 sollte der Ersatz-IC 2873 um 18.51 Uhr in Leipzig Hbf ankommen und der Anschluß an den RE 17471, Abfahrt 18.58 nach Dresden, möglich sein. Die Ankunftszeit wurde auf 18.58 Uhr korrigiert. Wir liefen zu dieser Zeit ein und konnten zuschauen, wie der RE exakt 18.58 Uhr ausfuhr und den roten Lichtern hinterherwinken. Ich wage es, hier von Vorsatz zu sprechen. Leider ist die Transportleitung nicht sichtbar, nicht erreichbar, eine Art Gott der DB AG also.

Mir taten nur die Mitarbeiter der ServicePoints und der Lounge leid, die die Wut der Reisenden nach Dresden abfangen mußten.

gruß heinz


Hallo Heinz,

was da passiert ist sicherlich sehr unschön für den Reisenden. Von der Ferne jemanden Inkompetenz oder Vorsatz zu unterstellen finde ich jedoch auch nicht die feine englische Art.
Fakt ist, dass unmittelbar nach der Einführung des Ersatzfahrplans im Fernverkehr die Züge der DB Regio AG im Bereich Südost nur noch die in den Wartezeitregelungen festgelegten 3 Minuten auf verspätete Züge warten dürfen. Angeblich soll es zu dramatischen Pünktlichkeitseinbrüchen bei DB Regio gekommen sein und die Aufgabenträger auf pünktliche Durchführung ihrer Züge bestanden haben. Hier kommt wieder die Krux der Bahnreform zum tragen. Jeder sieht nur seins und der Kunde der mit verschiedenen Zügen fahren muss ist der Leidtragende. DB Regio befürchtet, dass der Besteller Bestellerentgelte zurückhält bzw. sich dadurch auch mögliche Wettbewerbsnachteile bei den anstehenden Ausschreibungen entstehen können.
In Leipzig Hbf besteht meines Erachtens 7 Minuten Übergangszeit, bei gleicher Ankunftszeit hätte der RE also mit mindestens 7 Minuten Verspätung den Bahnhof verlassen.


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