Modifiziertes Klassen System (Allgemeines Forum)

GUM, Dienstag, 14.02.2012, 14:16 (vor 5165 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von GUM, Dienstag, 14.02.2012, 14:16

Vielen Dank für die Diskussionsanregung, die ich gerne aufnehme. Wie bereits hier 147930 geschrieben bin ich davon überzeugt, dass das bisherige 2-Klassen-System ein Auslaufmodell ist.

Dafür gibt es verschiedene Argumente:
1.)Der Verkauf an Sparpreisen hat enorm zugenommen und damit sinkt der Quadratmeter-Umsatz bzw. die Rentabilität insbesondere in den ICE-Zügen.
2.)Es gibt eine enorme Ungleichbehandlung innerhalb der gleichen Komfortklasse. Kunden, die fast 130 Euro bezahlt haben genießen den gleichen Service (bis auf die Umbuchbarkeit) wie 29 Euro Fahrgäste. Nun gönne ich jedem seinen Sparpreis, aber dennoch würde ich mich als 130 Euro Fahrgast schon wundern.
3.) Die Einkommensstruktur in der Bundesrepublik verändert sich. Während Ferdinand Piech von 7-Klassen bei Autos spricht ist bei der Bahn das traditionelle 2-Klassen-System im Einsatz.
4.) Erfolgreiche Fluggesellschaften wie British Airways bieten im Langstreckenbereich 4 Klassen (Economy, Economy+, Business, First) an.

Deshalb glaube ich, dass die Bahn ein modifiziertes Klassen-System braucht. Dies besteht aus:
a.) Einer im Design an die 2. Klasse angelehnte Sparpreis-Klasse, die in einem Cpmz eine etwa 20% höhere Produktivität hat (80->96 Sitze im IC, im ICE3 auch eine um 20% höhere Sitzplatzdichte)
b.) Die 2. Klasse insbesondere mit bahn.bonus Silber-Kunden und Vollzahlern wird im Service eine neue Wertigkeit bekommen, die sich durch hochwertige Materialien auszeichnet. Diese ist ja in den ICE-Zügen schon umgesetzt.
c.) Für die 1. Klasse wird es zwei unterschiedliche Lösungen geben, um dem gestiegenen Komfortbewusstsein zu begegnen: In allen Fernzügen wird es eine Art traditionelle 1. Klasse geben.
d.) In touristisch relevanten Verbindungen, Freizeitzügen oder auch im hochwertigen Metropolverkehr kann ich mir persönlich irgendeine Art upgegradete 1. Klasse vortellen. Diese wird mit allen 1. Klasse Fahrscheinen zu benutzen sein und 4er-Abteile oder Einzelsitze umfassen. Aus der Erfahrung mit dem Railjet und Öbb 1. Klasse Business ergibt sich nach derzeitigem Preisniveau: Der Zuschlag sollte unter 25 Euro und über 15 Euro liegen.

In der Summe kann ich mir also 2 "Hauptklassen" vorstellen, wobei Sparpreiskunden in eine Art Cpmz gebucht werden. Die 1. Klasse wird so bleiben wie sie ist, einige Flaggschiffzüge könnten eine 1. Premium oder etwas ähnliches vertragen. Wobei die letztere eher zum Image-Gewinn beiträgt und letztendlich eine geringere Platz/Quadratmeter-Miete wie die 1. Klasse "normal" erzielt.

Dies wären meine Ideen dazu.


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