Dritte Klasse für Sparpreisler? (Allgemeines Forum)

michael_seelze, Dienstag, 14.02.2012, 18:12 (vor 5171 Tagen) @ rayquaza

4.)Es gibt eine enorme Ungleichbehandlung innerhalb der gleichen Komfortklasse. Kunden, die fast 130 Euro bezahlt haben genießen den gleichen Service (bis auf die Umbuchbarkeit) wie 29 Euro Fahrgäste.

Nun gönne ich jedem seinen Sparpreis, aber dennoch würde ich als Normalpreis-Fahrgast einen Unterschied im Komfort und/oder Service für gerecht halten.
Hierzu ein paar Vorschläge:

A.) Einer im Design an die 2. Klasse angelehnte Sparpreis-Klasse, die in einem Cpmz eine etwa 24% höhere Produktivität hat (80->100 Sitze im IC, im ICE3 auch eine um 24% höhere Sitzplatzdichte)
B.) Die 2. Klasse insbesondere mit bahn.bonus.comfort-Kunden und Vollzahlern wird im Service eine neue Wertigkeit bekommen, die sich durch hochwertige Materialien auszeichnet. Diese ist ja in den ICE-Zügen schon umgesetzt.

Kommentar/Nachfrage: Ist es das? Wie?

Eine Möglichkeit, die ich mir sehr gut Vorstellen könnte, wäre, sich an der Gestaltung der EC-Wagen der OEBB zu orientieren. Diese empfinde ich als deutlich komfortabler - sowohl in den Abteilen wie auch im Grossraum.
C.) Ein verbesserter Service in der "echten" 2. Klasse (wie es auch in der 1. Klasse sinnvoll wäre). Hierzu könnte zum Beispiel häufigere Anwesenheit des Personals für Fragen o.Ä. ein Ansatz sein.

Zusammengefasst kann ich mir also eine Umstellung auf 3 Klassen vorstellen, wobei die 3. Klasse für Sparpreiskunden vorgesehen ist. Die 1. Klasse wird so bleiben wie sie ist, könnte jedoch einen Verbesserten Service bzw. geringere Ausfallraten des APS/der First-Class-Stewards vertragen. In einigen Flaggschiffzüge könnte evtl. eine 1. Premium oder etwas ähnliches sinnvoll sein, wobei diese eher zum Image-Gewinn beiträgt und letztendlich eine geringere Platz/Quadratmeter-Miete wie die 1. Klasse "normal" erzielt.

Das Preissystem mit den Sparpreisen beruht doch darauf, die Züge möglichst gleichmäßig auszulasten. Flexibilität kostet dann eben mehr Geld.
Wenn man eine seperate Sparpreisklasse mit anderen Komfortmerkmalen einführt, hat man das Problem, die Sparpreiskontingente nicht mehr beliebig steuern zu können. Sind die entsprechenden Wagen voll, gibt es keine Sparpreise mehr; auch wenn der Normalpreis-Teil des Zuges recht leer bleibt.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Sparpreise aktuell bis 99€ in der 2.Kl.
gehen. Möchte man also einen Sparpreiszahler (99€) immer noch von einem Normalpreiszahler (z.B. 120€) in Komfort und Service differenzieren?
Wer soll zudem die Anwesenheit des Personals kontrollieren und bewerten? Wird dann mit einer Stoppuhr gearbeitet werden?

Und was macht man mit den Sparpreisen der 1.Kl (von 49-149€)? Die 1.Klasse müsste dann auch wiederum in unterschiedliche Sparpreis/Normalpreiszonen eingeteilt werden.

Ich könnte mir höchtens vorstellen, dass man besonders alte, in der Inneneinrichtung recht abgenutzte Wagen (solange es noch Wagenzüge gibt) als eine Art 3.Klasse einrichtet und dafür speziell gekennzeichnete Sparpreise (von mir aus auch als Pauschalpreis-FK auf Kilometerbasis) verkauft.


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