Da hast du zudem auch noch Pech,... (Aktueller Betrieb)

Thalyseo, Donnerstag, 25.08.2011, 14:35 (vor 5434 Tagen) @ Ubahnschiller

Hallo,

ich finde, dass in solchen Fällen ein Krisenmanagement der Bahn eingreifen sollte; der Zub und das Zugpersonal sind damit - meiner Meinung nach objektiv (= subjektiv-objektiv) - überfordert.

In der Zeit, in der der Zug zwischen Marburg und Kassel stand, hätte man bspw. den Fahrgästen die Frage stellen können, ob sie - (zunächst) auf Kosten der Bahn - in Marburg (oder in Kassel) ein Hotelzimmer nehmen, oder nach Berlin durchfahren wollen.
Kassel wurde gegen ca. 2h00 (?) erreicht, da lohnt es sich noch zu schlafen! -;)

Positiv muss ich jedoch auch anmerken, dass der Zug seine Fahrt nach Berlin fortgesetzt hat und hier scheint es mir erforderlich, das Engagement des Zub und des Zugpersonals zu würdigen; monetärer Ausgleich der Überstunden und den Rest des Tages freigeben, finde ich da durchaus angemessen.

Was die Fahrgäste angeht: Sondererstattung (100 %) der gesamten im ICE 592 (!) zurückgelegten Reise zzgl. Freifahrt 1. Klasse (auch bei Reiseabbruch/Rückreise i. V. m. Hotelübernachtung); 50 % bei Hotelübernachtung (inkl. kostenfreier Weiterfahrt zum Zielort und Freifahrt 1. Klasse).

Ich denke, dass die Kosten dieser "Marketingkampagne" den Nutzen der Reputation und der daraus resultierenden Kundenzufriedenheit durchaus unterbieten. Letztendlich würde die Bahn in den Augen (der meisten) Kunden - wenn hier auch unverschuldet - zum Sündenbock werden, daher wären solche Aktionen durchaus sinnvoll - um nicht zu sagen sinvoller - als 10,00 €-Gutscheine, etc. an Bestandskunden zu verteilen (= "sinnvollere" Allokation der Ressourcen).

Offen gestanden, gehe ich aber auch davon aus, dass man etwas in der Richtung unternommen hat. Sicherlich wird man die betroffenen Kunden nicht im Regen stehen lassen (= spreche aus Erfahrung)!


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