Bankbürgschaft schlimmer als Personalausweis (Fahrkarten und Angebote)

bahn-user, Mittwoch, 24.08.2011, 16:45 (vor 5524 Tagen) @ GUM

Die Argumente sind ja schon mehrfach ausgetauscht. Nur so am Rande: Weil es Dich in Deiner Freiheit einschränkt. Und der Tag der Zwangsfingerabdrücke/ erkennungsdienstlicher Behandlung der Gesamtbevölkerung nicht mehr fern ist.Zudem dient es auch als gezieltes Unterdrückungsinstrument, um einen Vertragspartner zu erhöhen. [Nämlich den, der die Ausweiskontrolle unberechtigt vornimmt].

Wir sind ja auf einer Seite, aber Du machst hier verschiedene Themen auf. Natürlich war der alte Lappen besser als der momentan kommende Biometrie-Scheiss. Aber weil Biometrie kommt, stellt dies nicht die uralte Praxis von manchmal nötiger Legitimierung untereinander in Frage.

Ich selbst würde von einem Mieter NIEMALS einen Ausweis verlangen.

Den Personalausweis mal kurz beim Mietvertrag sehen zu wollen ist für Dich pfui, aber eine Bankbürgerschaft, die ja stillschweigend voraussetzt, dass sich Dein Mietinteressent dem viel rigoroseren System der Datensammlung bei den Banken bereitwillig unterworfen hat, ist okay für Dich.

Ist das nicht ein grosser Widerspruch? Wäre es nicht das kleinere Datenschutzübel, dem Mieter diesen Gang zur datensammelnden Bank zu ersparen? Du vertraust dem Datenschutz der Banken quasi mehr als Dir selber als Vermieter?

Ebenso wie die abwertende Formulierung "gleiche Leier" der entsprechenden ideologischen Grundhaltung zuzuordnen ist.

Sei mal bitte nicht so diffamierend zwischen den Zeilen. Das wirkt so verbissen.

Ich kann ja sehr gut verstehen, wo Du stehst, Du hast Dich aber auf einen Holzweg begeben mit der kompletten Ablehnung jedweder nicht-behördlicher Perso-Nutzung.

In Ländern ohne Perso wird halt Ersatz benutzt (Führerschein, Social-S-Nummer, etc.), denn eine Art von glaubwürdiger Legitimation ist auch abseits der Behörden zu allen Zeiten sinnvoll (siehe mein Kindergartenbeispiel, es gibt noch tausend andere im Alltag. Soll man jedesmal bei Legitimationszweifeln den Vater Staat ranholen, damit er sein prüfendes Auge auf alle Beteiligten wirft?)

Und ein Staatsunternehmen hat nun mal eine marktbeherrschende Stellung und muss sich in ALLEN Aspekten vorbildlich verhalten. Wenn ein Monopolist eine derartige Handlung in den AGBs einfügt, die nicht einmal bei einer Reise nach Österreich verlangt wird, dann ist dies rechtsstaatlich bedenklich.

Steht denn eigentlich was in den AGBs über den Personalausweis?


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