...und was fährt dann nach Stuttgart/München/Mailand? (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 18.08.2011, 22:04 (vor 5354 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Twindexx, Donnerstag, 18.08.2011, 22:06

Hi Alphorn,

Wenn die SBB für den internationalen Verkehr nur HGV-Züge ohne Neigetechnik beschaffen, dann frage ich mich, mit welchem Material nach Stuttgart/München/Mailand gefahren werden soll.

Für Zürich - Stuttgart hat ja der Grube dem Meyer (SBB-Chef) vor einem Jahr versprochen, dass die ICE-T zurückkommen sollen.

Für Stuttgart und München wären diese Züge natürlich vollkommen ungeeignet: Nirgends können sie annährend ihre Maximalgeschwindigkeit ausfahren, ihre Beschleunigungsfähigkeit wäre wohl auch mittelprächtig (grosse Getriebeübersetzungen) und für die vielen Kurven fehlt Neigetechnik. Gut, vielleicht kriegt man Wankkompensation in die Züge, das wäre dann NT light.

Ohne NT wird der auch nicht nach München fahren, mit WAKO ginge es aber (vielleicht müsste man dann den geplanten Halt in Wangen im Allgäu wieder streichen). Irgendwann letztens las ich irgendwo, dass die SBB die schnelleren EC-Verbindungen nach München nun im Dezember 2018 in Betrieb nehmen wollen.

Selbst für Mailand sehe ich den Sinn nicht. Erstens wird auf Zürich-Mailand auch mit Gotthard-Basistunnel nirgends über 200 km/h gefahren. Zweitens kann (reine Spekulation) die angepeilte Fahrzeit nur mit Neigetechnik gehalten werden, weil vielleicht am Zugerseeufer damit schneller gefahren werden kann.

Auf die NT am Gotthard wird ja bei den EC schon früher verzichtet, teilweise ist das ja auch jetzt schon der Fall, für die restlichen EC-Verbindungen sollen ja die Fahrzeiten spätestens ab Dezember 2012 auch gestreckt werden um auch bei Fahrten mit Reihe R den Fahrplan einhalten zu können. Ausserdem ist meines Wissens die Strecke Arth-Goldau - Zürich HB gar nicht für Reihe N ausgebaut. Neigetechnik auf der Gotthardlinie wird mit den beiden Basistunnels zur Vergangenheit gehören.

Die neuen Züge werden ja ausschliesslich für den internationlen Verkehr angeschafft, und dort im Ausland wird der Zug dann ja teilweise 300 km/h erreichen können. Hier ist wohl der Grundsatz, nicht für jede Strecke einen eigenen Zug anschaffen, was dann eben zu dem führt, dass so ein 300 km/h-Zug auch auf Routen fährt, wo er gar nicht so schnell fährt.


Grüsse aus der Ostschweiz.


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