Konflikt Güter-/Personenverkehr im Gotthard-Basistunnel (Aktueller Betrieb)

Alphorn (CH), Mittwoch, 01.06.2011, 23:33 (vor 5615 Tagen) @ Oscar (NL)

Das Problem in der Schweiz ist, dass - auch auf der NEAT - dem PV sehr viele Trassen zur Verfügung gestellt werden müssen. Daher gibt es für den GV kaum Kapazitäten. Das ist evtl. die Hoffnung für den BBT.


Die NEAT wurden s.i.w. erstens für den Güterverkehr geschaffen; der Personenverkehr war eher ein Bonus. Ziel war/ist, Transit-LKWs von den Autobahnen zu entfernen. Zudem können die Cargos mit den NEAT doppelt so schnell fahren wie über die Passstrecken

Du hast recht, ursprünglich war die NEAT für den Güterverkehr konzipiert. Die Ansprüche an den Personenverkehr sind aber in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen, weswegen man seit kurzem - zu meiner Überraschung - einen Halbstundentakt im Personenverkehr plant.

Das ist aber ein grosses Problem: Personenzüge sind wesentlich schneller als Güterzüge und können diese im Tunnel nicht überholen, also muss die Zahl der Güterzüge reduziert werden. In diesem hervorragenden Artikel ist das Problem beschrieben. Es wird dadurch entschärft, dass der eine Personenzug mit 200 km/h fährt und der andere mit 160 km/h, dadurch bleiben noch sechs Gütertrassen pro Stunde. Würden beide 250 km/h fahren, bliebe keine einzige!

Der Herausgeber der Eisenbahn Revue fordert nun, dass in der Mitte des Tunnels Abzweigungen für einen künftigen Überholbahnhof gebaut werden. Scheint mir vernünftig: Kostet nicht sehr viel und kann später den Nutzen des immens teuren Bauwerks stark erhöhen.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum