Amsterdam-Arnhem-Köln (Allgemeines Forum)

ITF, Mittwoch, 18.05.2011, 12:00 (vor 5487 Tagen) @ Oscar (NL)

5. Amsterdam-Groningen. Das war die ehemalige Zuiderzeelinie. Dieses Vorhaben wurde abgeändert und wird jetzt eine Hanzelinie Amsterdam-Zwolle. Nach Leeuwarden und Groningen sind keine Ausbauten geplant.>

Ich halte die Hanzelinie für eine gute Netzergänzung, aber mehr auch nicht.

Wenn man sieht, was heute mit der HSL-Zuid passiert ist, würde man sagen: die Entscheidung war richtig. Hätte man tatsächlich die 5 Korridoren durchgesetzt, dann hätte das ein Vielfalt gekostet von was der HSL-Zuid jetzt kostet, wäre unser Land 2 Dekaden lang eine quasi flächendeckende Eisenbahnbaustelle gewesen und wären am Ende die Züge nur halbwegs ausgelastet weil die Nachfrage Utrecht-Maastricht mit nur dem Zwischenhalt in Eindhoven schlicht fehlt.>

Die Schllussfolgerung finde ich fatal. Man muss zugeben, dass die Niederländer bie der HSL-Zuid ziemlich geschlampt haben. Dort wurde ziemliche Misswirtschaft betrieben, wie man sie eigentlich eher dem Herstellerland der Fyra-Triebzüge, nicht aber einer modernen nordeuropäishcne Volkswirtschaft zugetraut hätte. Das dieses jetzt alle HSL Pläne diskreditert finde ich sehr schade...

Daher erwarte ich nicht, dass in NL noch weitere Rennbahnen gebaut werden.

Dem ist wohl leider so.


Zurück zum Ursprungsbeitrag: der grenzüberschreitende Verkehr NL<-Emmerich->NRW läßt sich etwa so verteilen:

1. Nordrheinverkehr. Dafür braucht man keinen ICE International; sowieso halten in Emmerich keine Fernzüge. Dieser Verkehr wäre mit einem RE 5 nach Arnhem schon gut bedient.>

Für Arnheim-NRW reicht ein RE 5, für AMsterdam - NRW aber nicht.

2. Rhein-Ruhr-Verkehr. Dafür braucht man verkehrstechnisch keinen ICE International; ein IC schafft das auch. Allerdings hat ein IC nicht das Prestige eines ICE, und das durfte sich vor allem bei Messen in Essen, Düsseldorf und Köln bemerken lassen. Das Problem kann man aber mit einem IC-Wagenzug (und später mit den neuen IC-Triebwagen) lösen; man reiht an Messeterminen einfach etwas mehr 1. Klasse ein.

3. Urlaubstouristen über NRW hinaus. Das sind aber nur die ersten beiden Züge (ab AMS 7:04 und 8:04); mit dem ICE 123 (ab AMS 10:34) erreich man abends gerade noch München, aber das war's dann.
Habe mal rumgefragt: Reiseziele sind meistens Süddeutschland, die Schweiz, Österreich, Berlin. Die meisten müssen sowieso umsteigen, weil der ICE International bis auf 1 Zugpaar nach Basel schon in Frankfurt endet.
Nach Berlin steigt man in Duisburg um. Aber nach Duisburg braucht man keinen ICE International, siehe 2.

Fazit: man kann ICE International wohl auf 2 Zugpaare (1x München, 1x Basel) beschränken und der restlichen Grenzverkehr über Emmerich mit ICs fahren, welche wesentlich billiger zu betreiben sind.>

Hier widersprichst Du Dir. Der Touristenverkehr braucht keinen ICE-Verkehr sondern ist eher preissensibel und daher besser mit dem IC bedient. Für Geschäftsreisende Amsterdam-Köln und Amsterdam-Frankfurt ist aber der ICE essentiell, ansonsten fliegen die mit KLM oder LH.

Darüber hinaus nutzt man nach Berlin weiterhin die durchgehenden IC's. Diese Verbindung hat sich seit deren Integration in den NS-Binnentakt deutlcih stabilisiert, ist etwas schneller als der ICE über Duisburg, man spart einmal Umsteigen und der direkte Weg im IC ist zudem deutlcih billiger als der Umweg im ICE via Duisburg.

gruß,


Oscar (NL).


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