Palmers "Fahrplankonzept" (Allgemeines Forum)

Holger2, Dienstag, 16.11.2010, 20:03 (vor 5644 Tagen) @ hfrik

Hallo,

nachdem Herr Palmer so oft betont hat, dass es für S21 kein Betriebskonzept gäbe, für K21 hingegen schon, habe ich mir die Mühe gemacht, sein Betriebskonzept ein wenig zu überprüfen. Vorweg das Fazit: Viel mehr als viele viele blaue Balken ist das nicht, es sträuben sich einem die Haare.

Wie hrfik schon gesagt hat, ist es bei einer Ingenieurleistung im Ergebnis egal, ob sie von Laien geplant worden ist oder von Experten - entsprechend müssen die Anforderungen an die Seriösität der Planung die gleichen sein. Außerdem habe ich für S21 auch schon ein funktionierendes (natürlich noch zu verbesserndes) Betriebskonzept aufgestellt - zumindest so viel Planungstiefe hätte ich von dem seit 10 Jahren beplanten K21 - "Konzept" erwartet.

1. allgemeine Fehler: Im Liniendiagramm (Folie 5) fahren die Züge nach Schw. Hall (Gleis 1) und Aalen (Gleis 2) nur einmal pro Stunde, in der Gleisbelegung dann plötzlich zweimal pro Stunde

2. Gleisbelegung: Die Flughafen - S - Bahn startet auf den nördlichen Gleisen, muss aber hinter Cannstatt auf die südlichen Ferngleise kreuzen. Die Züge aus Nürnberg kommen in Cannstatt auf den nördlichen Zulaufgleisen an, kreuzen dann aber auf die südlichen Ferngleise. Für solche Verbindungen sind bei Cannstatt umfangreiche Überwerfungen erforderlich, die nirgendwo auch nur erwähnt werden.

3. Der Zug nach Heilbronn - Mannheim fährt um :16 ab bzw. kommt aus Heilbronn um :14 an. Damit werden Anschlüsse von/nach München, Karlsruhe, Albstadt und Zürich nicht mehr erreicht.

4. Der Zug nach Tübingen um :24 fährt über Flughafen. Dieser Zug kollidiert hinter Vaihingen mit der nachfolgenden S2 oder vor Flughafen mit der voranfahrenden S3. Aufgrund der Fahrzeit von mindestens 22 Minuten bis zum Flughafen und weiteren 12 Minuten bis Nürtingen ist dieser Zug vollkommen unattraktiv gegenüber den fast gleichzeitig fahrenden Zügen auf der Altstrecke (heute schon 32 Min.trotz Nutzung der S-Bahngleise). Bis zum Flughafen ist die angedachte S-Bahn (Gleis 3) wesentlich schneller. Somit ist dieser Zug bis zum Flughafen überflüssig.

5. Der ICE aus Dortmund kommt auf Gleis 9 an und verendet dort. Umsteigende Fahrgäste aus Rhein/Neckar nach München müssen quer durch den Bahnhof bis Gleis 14 rennen, um weiterfahren zu können.

6. Die Strecke Richtung Eutingen/Horb soll vom Nahverkehr alle 30 min. befahren werden, dabei ist dies die mit Abstand am schwächsten ausgelastete Strecke rund um Stuttgart.

7. Der schnelle IRE nach Würzburg mit wenigen Halten bis Heilbronn (Gleis9) fährt 8 Minuten nach dem langsamen RE nach Heilbronn mit allen Halten (Gleis 4) ab. Die Züge würden auf der Strecke miteinander kollidieren.

8. Regionalzüge aus Ulm kommen um :05, :06 und :08 im Hbf. an, danach aber 57 Minuten lang nicht mehr.

9. Aus Richtung Cannstatt kommen drei Züge innerhalb von einer Minute an (Gleise 3, 9 und 12). Das ist unrealistisch, da es aus Cannstatt nur zwei Richtungsgleise gibt und auch mindestens ein Gegengleis besetzt ist.

10. Der Zug aus Nürnberg (Gleis 12) fährt ca. 20 Minuten vorher durch Schorndorf (:51) und gerät in Konflikt mit der S-Bahn (ab :48). Wenn die S-Bahn nun 5 Minuten vorher losfährt und den IC z.B. in Endersbach vorbeilässt, gerät sie in Konflikt mit dem vorher fahrenden RE (Gleis 2, ab Schorndorf :44).

11. Der Zug nach Donzdorf (wo ist das denn!) fährt über die Altstrecke bis hinter Göppingen und muss wegen der Besiedlung mit recht großen Gefäßgrößen herumfahren. Diese riesigen Züge werden dann aber nach Donzdorf nciht mehr benötigt, so dass hier weitgehend heiße Luft befördert wird.

Holger


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