Wagenübergang beim "Koploper" / "Gumminase" (Reiseberichte)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 25.10.2010, 09:39 (vor 5629 Tagen) @ Fabian318

Alphorn (CH):

Warum hat man den Wagenübergang beim Koploper aufgegeben?

Fabian Schuler:

Als Gründe wurden genannt, dass das Verbinden und Trennen zu verspätungsanfällig sei und der Durchgang von den Reisenden und vom Personal zu wenig genutzt worden sei. Im Jahr 2003 wurde das Catering mit Wagen auch abgeschafft, so dass ein wichtiger Grund entfiel. Die NS spart pro Zug 200 000 Euro an Instandhaltungskosten pro Jahr, dies dürfte auch ein wichtiger Grund gewesen sein.

Die Durchgangsschleuse wurde aus folgenden Gründen entwickelt:

1. Zugteil wechseln während der Fahrt möglich;
2. mobiles Catering durch den ganzen Zug;
3. eine Komposition von 2x ICM-3 konnte man mit einem Schaffner fahren.

Bereits 1977 gab es den Bedarf, die Auslastung während der Fahrt flexibel zu steuern. Dreiteilige Triebwagen waren damals die beste Lösung.
Für lokbespannte Wagenzüge sind Rangiervorgänge nötig und achtteilige Triebwagen wären zu unflexibel (zumal von den Zügen nach Groningen/Leeuwarden manchmal auch bereits in Zwolle ein Triebwagen abgetrennt wird).

Das war auch der Fall: Der Intercity NoordOost hat zwei Zugteile aus Leeuwarden und Groningen, diese werden in Zwolle vereinigt. In Utrecht wurde wieder geteilt Richtung den Zielbahnhöfen Den Haag und Rotterdam. Jetzt fährt der Zugteil aus Leeuwarden meistens nur noch nach Rotterdam, von Groningen wird entweder nach Den Haag und Rotterdam oder nur nach Den Haag gefahren.

Zusätzlich gab es Züge von Schiphol und Amsterdam, welche in Amersfoort gekuppelt und in Deventer getrennt wurden. Ein Zugteil fuhr als IC nach Enschede, ein Zugteil als RB nach Enschede.
30 Minuten versetzt waren die Relationen verwechselt: Amsterdam/Schiphol - Groningen/Leeuwarden und Den Haag/Rotterdam - Enschede.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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