Komrpromissmöglichkeit (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Montag, 18.10.2010, 02:03 (vor 5692 Tagen) @ Holger2


Immerhin wurde über den Gotthard-Basistunnel öffentlich abgestimmt und er wird in der schweizer Bevölkerung mehrheitlich getragen. Das kann man von Stuttgart 21 nicht behaupten.


Zunächst einmal sieht unsere Verfassung ein bundesweites Plebiszit nicht vor. Aber ich stimme Dir zu, es wäre wahrscheinlich besser gewesen, vor Unterzeichnung zumindest in Baden - Württemberg eine Volksbefragung durchzuführen.
Bezüglich Stuttgart 21 gibt es heute noch sehr unterschiedliche Umfrageergebnisse. So aufgeheizt ist die Stimmung wohl nur in Stuttgart, während bei einem landesweiten Plebiszit wohl auch heute noch S21 leicht in der Mehrheit wäre.
Und vor gut drei Jahren waren die meisten Stuttgarter auch noch für S21. Die Stimmung ist erst sehr spät gekippt.

Da ist durchaus Kompromisspotential vorhanden. Es wäre wohl möglich der deutschen Bevölkerung Stuttgart 21 zu verkaufen, wenn die Politik im Gegenzug einen bundesweiten Plebiszit für zukünftige vom Bundeshaushalt getragenen Großprojekten eingeführt wird. Damit würde man den bereits geschlossenen Verträgen genüge tun und gleichzeitig zukünftige Streits verhindern oder abmildern.

So nach dem Motto: "Die Kröte müsst ihr jetzt schlucken, weil die Verträge fest geschrieben sind, aber in Zukunft habt ihr das sagen."

Diesen Kompromiss würde ich mittragen.


Und es ist Fakt, dass Großprojekte wie Stuttgart 21 mit kleineren Projekten im Eisenbahnverkehrshaushalt konkurrieren. Ich bin nicht vollkommen gegen Stuttgart 21, aber die Finanzierung sollte nicht zum Schaden anderer Projekte vorgenommen werden.
Dann sollte man lieber den Großprojekte Geld streichen, wenn mal gespart werden muss.


Ok, ich bin Deiner Meinung. Wir sollten den milliardenteuren Ausbau der Autobahn A8 Karlsruhe - Stuttgart - München stoppen, um Geld für verschiedene kleinere Projekte im Schienenverkehr zu haben. Komischerweise fordert das keiner außer mir...

Naja die Verlagerung von Straßen- und Eisenbahngelder ist immer von einem faden Beigeschmack verbunden. Dann doch lieber die Inbetriebnahme von S21 und der SFS von Nürnberg nach Erfurt um 2-3 Jahre verschieben und stattdessen erstmal die ganzen Knotenausbauten und Kapazitätserweiterungen fertig stellen.

Ich halt es sowieso für klüger erst die ABS Fürth-Ebensfeld zu bauen, da diese schon dem heutigen ICE-T- und Regionalverkehr beschleunigen würde und erst daran die NBS anschließen.

Holger


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