Güterverkehr in der Nacht in Siedlungsgebieten (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Montag, 20.09.2010, 21:34 (vor 5712 Tagen)

Hi!

P.S: Das mit dem Güterverkehrverbot Nachts meinst du jetzt nicht erst, oder? Die meisten Güterzüge fahren zwischen 22 und 6 Uhr und lasten damit die vorhandene Infrastruktur optimal aus. Was da, wo die Orte um die Bahnstrecken rumgewachsen sind fehlt sind Lärmschutz und K-Sohle.

Das ist mein voller Ernst und ich würde mich dafür auch öffentlich politisch einsetzen.

Eisenbahnlärm ist nicht minder schädigen wie LKW- oder Flugzeuglärm.
Daher würde ich abseits von NBS jeglichen Güterverkehr innerhalb der Nachtruhe verbieten, solange er mitten durch Siedlungen durchgeführt wird.

Es ist doch nicht die Schuld der Städte, dass die DB Güterverkehr auf Gleisen mitten durch die Städte durchführt. Solch eine Regel würde zwangsweise sehr schnell zu einer hohen Anzahl Umgehungsstrecken führen, was nebenbei bemerkt auch Kapazitätsengpässe beseitigt.

Mal abgesehen von großen Ballungsräumen wie Ruhrgebiet gibt es ja auch keine Autobahnen und lauten LKW-Verkehr mitten durch Siedlungen. Es ist ja auch vorgesehen langfristig den LKW-Verkehr auf Bundesstraßen insgesamt einzuschränken.

Warum also nicht für LKWs und Güterzüge die gleichen Grundbedingungen schaffen?

Die Forderung für mehr Güterverkehr auf die Schiene finde ich im Allgemeinen natürlich wünschenswert, aber bitte nicht als Tausch von LKW- gegen Güterzuglärm.

Ich kenne das ja noch aus der Zeit in Jena, wo die Saaletalstrecke ja nun wirklich 10 min neben Wohnhäusern auf der Straßenebene durch die Stadt führt und Nachts kann man auf der Bahnlinie nun wirklich nicht von einer Betriebsruhe sprechen.
Ich selbst hab ich Lobeda an der Autobahn gewohnt und konnte daher meine Bekannten gut verstehen, die das gestört hat.

Nachts gehört für nicht dringlichen Verkehr eine Betriebsruhe, außer für ausgewählte Strecken, die genügend Lärmschutz bieten, sprich Neubaustrecken durch die Gegend.

Daher finde ich auch allgemein, dass es wünschenswert sein könnte den größten Teil des Güterverkehrs von den Altstrecken auf die Neubaustrecken zu verlagern. Das würde nebenbei bemerkt auch die Strecken im Wartungsaufwand entlasten und man hätte mehr Kapazität für mehr Regional- und Mittelfernverkehr.


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