Herrje - das ist doch nun wirklich ganz simpel. (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 04.05.2026, 17:45 (vor 1 Tag, 1 Stunden, 17 Min.) @ Hustensaft

Hallo.

Deckungsbeitragsrechnung und das "Maximierungsproblem" sind grundsätzlich zwei verschiedene Dinge.

Ja natürlich. Wird ja nirgendwo bestritten.

Wenn ich als Verkäufer erfolgreich sein will, muss ich aber zwingend beides zusammen betrachten. Die Kunst besteht darin, den Deckungsbeitrag zu erhöhen, ohne gleichzeitig die Konsumentenrente zu erhöhen.

Oder praktisch ausgedrückt: das neue Angebot, erst Sonntags möglicherweise ein Ticket für die Folgewoche für 20 Euro zu bekommen, muss unattraktiv sein für denjenigen, der bisher 3 Wochen vorher ein Ticket zum garantierten Wunschtermin für 70 Euro gekauft hat.

Wen derjenige jetzt auf das neue Angebot umschwenkt, dann verdiene ich als Bahn 50 Euro weniger. Da nutzen mir dann die 2 neuen, zusätzlichen Kunden, die jeweils 20 Euro bezahlt haben und früher mit dem Auto fuhren, auch nichts - es sind noch immer 10 Euro weniger in der Kasse. Womit mein neues Angebot mich selbst schädigt.

Ziel eines neuen Angebotes muss es also sein, neue Kunden zu gewinnen, ohne die Zahlungsbereitschaft bisheriger Kunden zu verlieren. Mit der reinen Fixierung auf den "Deckungsbeitrag" komme ich da nicht weiter - im schlimmsten Fall würde ich da in Summe als Anbieter sogar noch draufzahlen.

Ich weiß nun nicht, warum man dafür jetzt unbedingt studiert haben muss - das ist auch so ziemlich simpel und einfachste Plus-/Minus-Rechnung.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum