So wie beim Zielnetz 2025+ auch (Allgemeines Forum)

Holger2, Montag, 01.04.2024, 19:59 (vor 21 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Holger2, Montag, 01.04.2024, 20:02

Hallo,

Um mal ganz in Kürze zu antworten: Nein, das ist keine große Leistung, dass die Fernzüge auf der Tauernstrecke in 15 Jahren an zwei Dorfbahnhöfen weniger halten werden. Das ist ganz schwach.

Die Züge werden also immer noch in Golling-Abtenau, Bischofshofen, St. Johann, Schwarzach - St. Veit, Bad Gastein, Mallnitz und Spittal halten. Es geht hier immerhin um eine wichtige Transitstrecke von Bayern nach Slowenien, Kärnten und Norditalien. Aber es ist eben einfacher, jedem Bauernhof einen 30-Minutentakt zu versprechen, als wirklich an der Verkehrswende zu arbeiten. Statt 5 Minuten hätte man die Strecke um 30 Minuten beschleunigen können - alleine durch Auslassen der Zwischenhalte.

Es ist ja fast paradox: Gleichzeitig fordert Österreich seine Diretissima, damit Österreich möglichst ohne Zwischenhalt mit München und dem Rest der Welt verbunden wird. Was ist eigentlich plötzlich so schlimm daran, wenn der Österreicher auf dem Weg nach München noch in Freilassing, Teisendorf, Traunstein, Bergen, Übersee, Pruen, Bad Endorf und Rosenheim halten muss. Aber das ganze Projekt ist so gut abgesprochen, dass es in Deutschland nicht einmal im erweiterten Bedarf steht :).

Aber es scheint bei den uns umgebenden Kleinstaaten ja üblich zu sein, in Deutschland schnellstmögliche Verbindungen zu fordern, während zuhause die Züge selbstverständlich an jeder Gießkanne halten dürfen. Da darf dann jeder Fernzug im nationalen Regiotakt mitschwimmen und wehe der Zug erreicht nach 600km den eigenen Kleinstaat auch nur 10 min zu spät. Hatten wir beim EC Amsterdam - Berlin ja auch gerade schon. Oder soll ich das einfach Nationalchauvinismus nennen?

Holger


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