Und das ist noch nicht alles. (Allgemeines Forum)

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 31.03.2024, 22:57 (vor 24 Tagen) @ J-C
bearbeitet von J-C, Sonntag, 31.03.2024, 22:59

Die eingezeichneten Verbindungen in der Taktkarte D zeigen nicht nur ÖBB Verbindungen. Man geht eben von dem halbstündigen Angebot der WESTbahn aus und auch davon, dass diese jenseits der Wrststrecke fährt. Es ist ja nicht so, als ob man nur an ÖBB-Züge denkt. Und die WESTbahn wird ganz definitiv expandieren. Das Konzept soll vor allem zeigen, welches Betriebskonzept einem vorschwebt, nachdem man die Ausbauvorhaben ausrichtet.

Und um zu verdeutlichen, was derzeitiger Stand bei der Planung des Fuhrparks ust
Auf der Südstrecke sieht es mit dem Abschluss des Semmering-Basistunnels eben so aus, dass einerseits zweistündig die ComfortJet der ČD ab Prag über Wien bis Villach durchgebunden werden, anderseits der Stundentakt durch die neunteiligen Railjet 2 komplettiert wird im schnellen Segment. Dann eben darunter die KISS mit Railjet Branding… naja und dann kann man mit dem Markteintritt der WESTbahn rechnen, noch ein par durchgebundene ICE aus Deutschland drüber.

Auf der Weststrecke werden zwischen Wien und Salzburg die Railjets dann schon ab 2026 durch KISS bestückt. Inneralpin also Graz - Innsbruck über Schladming, Graz - Linz und Graz/Bruck - Unzmarkt - Klagenfurt wird dann mit Mireos gefahren.

Graz - Maribor und Villach - Ljubljana werden ja schon jetzt mit slowenischen FLIRT 4 bedient. Die InterRegio Züge nach Italien sind halt noch nicht so fix, ich vermute, da wird auf der italienischen Seite das Rollmaterial zumindest teilweise gestellt. Das ist in der Tat wohl noch nicht so ganz in trockenen Tüchern, man sieht ja an der Pontebbana, wie hoch der Stellenwert selbst im inländischen Regionalverkehr bislang in jener Region war und noch ist.

Die bestehenden Railjets werden also vor allem dann die RJX zwischen Wien und Bregenz/Zürich/Bozen bedienen. Für letzteres hätte es ja dann ein paar italientaugliche Züge über, die derzeit meist nur auf Inlandsverbindungen verkehren. Aber darüber hinaus hätte man dann ganz gut die Kapazitäten, die Railjets stärker im Ausland einzusetzen. Die bestehenden IC Wagen dürften dann vor allem für HVZ Verstärker im Einsatz sein und natürlich für den Fall, dass schon wieder irgendein Hersteller nicht pünktlich liefern kann.

Und wir reden da über einen Horizont Anfang der 30er Jahre. Das ist natürlich noch etwas hin, aber das ist eben auch vor 2040.

Man hat bewusst so großzügig geplant, weil man eben großes angeht.

Und dann wie gesagt, man rechnet ohnehin auch mit privaten Betreibern, wobei man deren Intentionen nicht ganz so gut kalkulieren kann. Ich glaube aber, dass man 2 Züge pro Stunde schon vertreten kann auf einer Verbindung zwischen 2 deutschsprachigen Metropolen, die man künftig ganz gut in einer Tagesfahrt bereisen kann.Würd mich wundern, wenn da weniger als 2 Züge pro Stunde rauskämen.Würde mich noch mehr wundern, wenn da nur die ÖBB im Fernverkehr fahren würden.

Die Tauernstrecke, die dir besonders gut in Erinnerung blieb, hatte selbst eine wechselhafte Geschichte. Vor dem Ausbau gab es noch einen Regionalverkehr dort, den man dann einstellte. Es ist halt in Österreich so, dass es im Zweifel ziemlich schnuppe ist, was da für eine Zuggattung vorhanden ist. Der Tarif ist ja derselbe und an der Strecke ist halt kein so großer Bedarf, dass man dahergehen würde und irgendwie sinnvoll ein Nonstop-Angebot anbieten könnte. Zumal, wo würdest du dann noch halten wollen? Es ist eben ein gemeinwirtschaftlich bestelltes Angebot, wo der Bund eben was mitzureden hat. Er finanziert ja den Verkehr zu einem Teil.

Wenn man nur zwischen Schwanenstadt und Neumarkt am Wallersee den Lückenschkuss brauchen (Wels - Schwanenstadt wird ja gemäß den Plänen viergleisig, der Tunnel Köstendorf kommt ja auch endlich mal so langsam voran), dann würde man sicherlich das auch so tun. Jedoch hat man größer gedacht und will eben die Strecke München - Wien auf der Bahn konkurrenzfähig machen. Das hat nan ganz sicher mit Deutschland abgesprochen, sonst hätte es definitiv ein Dementi von dort gegeben, wenn man davon noch nie was gehört hätte. Stattdessen kann dies nicht nur die Strecke über Salzburg weiter entlasten, sondern auch die Strecke via Passau im Güterverkehr. Darüber hinaus entstehen neue attraktive Verbindungen im Regionalverkehr mit 2 Stationen, wo man Verknüpfungen zum Bestandsnetz erhält. Was in Österreich nun als InterRegio verkehrt, kann man in Bayern auch als RE bestellen. So tut man es ja bei den Zügen München - Prag.

Wie man sieht, wenn man

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Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
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(Bildquelle: ČD)


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