JP: Kundeneffizienz, Sammelantwort. (Allgemeines Forum)

agw, NRW, Dienstag, 19.07.2022, 16:51 (vor 1382 Tagen) @ Oscar (NL)

JanZ:

In Japan müssen die HGV-Bahnhöfe ja auch gut versorgt sein, weil die Züge (fast/gar?) keine BordCatering haben. Dann muss der Normaljapaner also seinen Verzehr im Bahnhof kaufen ("ekiben" = Bahnhof-Mahlzeit).

Die Züge sind ja alle unterschiedlich ausgestattet, aber ich hatte kein Problem im Zug etwas "vom Wägelchen" zu kaufen. Bin mir sicher, dass das, wenn angepriesen, auch zuverlässig kommt. Im ICE "mit Bordrestaurant" laut Navigator bekommt man so Antworten wie "ne, heute ist kein Bordrestaurant im Zug, aber ein Notwasser haben wir noch".

Genau das tut der Fahrgast in Deutschland auch. Nur dass die Position der Tür in Deutschland öfters um 200 Meter abweicht. Das berücksichtigt der Fahrgast. Hier fehlt wohl die Disziplin des Zuges an der immer gleichen und richtigen Stelle zu halten?


In Japan verkehren alle Leistungen einer Linie mit derselben Baureihe. Sollte mal ein N700 ausfallen, dann verkehrt als Ersatzzug ein N700. In derselben Richtung. In Deutschland wird manchmal eine abweichende ICE-Baureihe eingesetzt, oder ein IC1-Wagenzug. Oder es fehlt einen Wagen, einen Zugteil. Oder der Zug steht andersrum weil Stuttgart Hbf mal wieder unerreichbar war und der Zug stattdessen ohne Kopfmachen via "Stuttgart ICE" gefahren ist.

Dann soll man es in Deutschland so machen wie in Japan. Da fällt weder ein Zug aus, noch fährt eine andere Baureihe. Problem gelöst.

Er schreit nur, wenn der RE300 dauernd ausfällt und dafür der Sprinter dort halten muss. Das gibt es in Japan sicher nicht jeden Tag.


Was Du RE300 nennst, heisst in Japan Nasuno oder Kodama. Die fahren allerdings etwas öfter und zudem mit eigenem Zugmaterial. In Spanien wurde für solche Leistungen ("Avant") einen eigenen Triebwagen entwickelt (Baureihe 104). Ist auch nur vierteilig.

Und? Ist doch wurscht. Hauptsache, der Zug fährt zuverlässig. Was ist Deutschland über Jahre nicht der Fall ist.

Die DB AG könnte hier genauso die Bahnhöfe und deren Ein- und Ausfahrten kreuzeugsfrei gestalten.


1. So wie bei uns in Utrecht. Gleisplan. Richtung Süden (Osten im Bild) gibt es 8 Gleise; das ist zwei Orientierungen (Arnhem, Den Bosch) mal zwei Fahrtrichtungen (von/nach Utrecht) mal zwei Zuggattungen ("IC" und "Sprinter"). Der "IC" von/nach Nijmegen kann den "IC" nach/von Eindhoven niveaufrei kreuzen.
Nun versuche das mal in Köln.

Geht alles. Muss man nur wollen. Für Deutz tief kommt ja auch was. Wenn auch 15 Jahre zu spät.


2. Bern schafft es ohne Fly-Over / Dive-Under und verarbeitet stündlich mehr Züge als Utrecht, wobei der Bahnhof weniger Gleise hat als Utrecht und die Stadt nur die Hälfte der Einwohner von Utrecht hat.
Kurz vor 00/30 alles rein, kurz nach 00/30 alles raus. Dann braucht man nicht zu kreuzen.

gibt auch Strecken wo Shinkansen und Güterverkehr auf dem gleichen Gleis fahren.


Mini-Shinkansen.

Ich meinte Tokyo-Hakodate mit Dreischienengleis.

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