Alle brauchen Arbeit. (Aktueller Betrieb)

gnampf, Dienstag, 19.04.2022, 13:44 (vor 1552 Tagen) @ Der Blaschke

Dass da alles zusammenhängt, merkst du daran, dass beim Wagenübergang, wenn du aufs Türknöpfchen drückst, auch gegenüber die Tür öffnet - sogar eine Zeitverzögerung hat man einkalkuliert; erst muss ja 'meine' mal offen sein, bevor ich rüberschreiten kann in den Nachbarwagen. Die ollen NV-Dostos kennen solch Luxus nicht: da mußte 2 Köpfchen drücken; doppelte Virenbakterienverseuchungsgefahr!

Da muß ich dich enttäuschen, das machen die Regio-Twindex (die mit den Triebkopfsteuerwagen) genauso. Zumindest wenn sie als Triebzug unterwegs sind und keine Busstörung haben. Als die Wagen noch in gemischte Züge mit älteren Doppelstöckern und 111 eingereiht waren haben sie es vermutlich auch untereinander nicht so gemacht, weil ihnen keiner sagen konnte wer denn jetzt der Nachbar ist und was der kann.

Grundproblem ist halt, dass es immer mehr Theoretiker gibt. Immer mehr Schreibtischarbeiter, die sich natürlich alle selbstverwirklichen wollen und zur eigenen Daseinsberechtigung was immer neues erfinden müssen. Ob sinnvoll oder nicht, ist völlig unwichtig. Hauptsache neu. Hauptsache amders.

Jo, stimmt, und dann meckert der Jörg wieder, dass der pünktliche RE den über 1h verspäteten IC(E) vorbei lassen muß, weil da am Schreibtisch so ein Theoretiker sagt "des hamma immer schon so g'macht", statt mal mit einer frischen Idee daher zu kommen und den IC(E) hinterherlaufen oder fliegend überholen zu lassen.

Fortschritt ist durchaus was tolles; um nicht missverstanden zu werden! Aber nicht nur um des Fortschrittes wegen, sondern es sollte dann auch schon ein Mehrwert dahinter stecken. Und die Zuverlässigkeit sollte nicht sinken - auch wenn die Unzuverlässigkeit wieder neue Arbeitsplätze schafft oder welche erhält. Und deswegen wird das nichts.

Tuts ja. Ist halt nicht immer sofort ersichtlich. Wenn ein Fahrzeug wieder eine Sicherheitsvorrichtung mehr bekommt, dann ist das auch ein Vorteil, weil wieder eine potentiell tödliche Gefahr beseitigt wurde. Potentiell aber aben auch eine Störquelle mehr. Prinzipiell könnten wir auch immer noch mit handbedienten Türen ohne jegliche Überwachung unterwegs sein, da wäre es dann sogar egal wenn die Tür bei Tempo 300 den Abgang macht, der Zug knallt weiter. Hat nur mit Pech bis zum Halt schon den Großteil der Fahrgäste auf die Strecke gekippt.

Stell dir vor, es würde immer alles klappen. All die Regelungen für Verspätungen: können weg. Das ganze FGR-Wesen: unnütz. Umläufe ändern, Werkstattplanungen anpassen, Auskunftssysteme betreuen: alles unnötig. Es gäbe hunderttausende Arbeitsplätze weniger. Selbst das Forum wäre deutlich töter. Keine FGR-Fragen, kein Ersatzzugbeitragsbaum.

Na, da hat ja Mutter Natur auch noch ein Wörtchen mitzureden und wird das schon zuverlässig verhindern. Ansonsten gäbe es sowas ja schließlich in der Schweiz nicht, denn alles was der Schweizer beeinflussen kann ist nunmal per Definition perfekt.

Das wäre eine prima Idee für Bhv gewesen. Da man den Zug zwecks Nachweis der Unrentabilität ohnehin möglichst kostenintensiv produziert, wäre dein Rangierer so eine Art Sahnehäubchen obendrauf.

Beim IC ginge das ja wohl theoretisch auch ohne Rangierer, rein mit TF + ZC. Beim IC2 dagegen muß hinten ja prinzipiell keiner mit betrieblicher Ausbildung mehr dabei sein, da wirds dann schon schwieriger. Wobei der Hobel ja Bremsprobe etc. doch wieder komplett alleine ausführt, wenn man ihm nur genug Zeit läßt... von daher könnte es vielleicht doch klappen.
Wenn ich mir aber vorstelle, dass er mit 5 Wagen oft genug schon viel zu klein ist, gerade in den Bereichen mit NV-Freigabe... dann ist es vielleicht besser ihn mit 4 oder weniger Wägelchen gar nicht erst auf die Fahrgäste los zu lassen, denn das gibt Mord & Totschlag... und weitere Türstörungen, und damit schlußendlich doch den Ausfall. Nur das man den irgendwo abgeworfenen Wagen noch wieder einsammmeln und vom Graffiti-Dreck befreien muß.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum