Ist ein Stück weit auch totales Desinteresse (Reiseberichte)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 05.11.2021, 17:36 (vor 1602 Tagen) @ Oscar (NL)

In der Regel fährt man Langstrecken mit dem ICE und Kurzstrecken mit der S-Bahn. Klar, es geht auch andersrum; man kann Oberhausen-Duisburg mit dem ICE fahren und Freudenstadt-Heilbronn mit der S-Bahn via Karlsruhe.

Der RRX fährt aber auch Kassel - Düsseldorf, und das ist schon längere Mittelstrecke. IC/ICE gibt es nur alle paar Nase lang, da hat man also fast keine Auswahl.

Das generelle Problem mit den engen Sitzreihen fing ja zeitgleich mit den Blind-Fensterholmen an. Irgend einem Konstrukteuer war es aus Versehen oder aus Geldnot durch die Hände geglitten und dem Prüfgremium des Einkäufers Deutsche Bahn waren Balken vorm Gesicht scheißegal. Fängt man mit solchen geschluderten Details irgendwo an folgen meist schnell der nächste und übernächste Downgrade-Schritt. "Sollen sich die Leute woanders hinsetzen, wenn sie rausgucken wollen." Ja klar, wenn das mit den sich nach individuellen Ansprüchen sortierenden Reisenden immer so einfach wäre. Das ist ein entrücktes fantastisches Wunschdenken.

Ich habe in den alten Hamburger S-Bahnen, im Münchner 420 oder in den NRW x-Wagen um Längen besser gesessen als in vielen heutigen Schalenkonstruktionen mancher moderner RE-Fahrzeuge. Wo die Mülleimer genau dort angebracht werden, wo eigentlich meine Knie lagern sollten. Und damals passten die Fenster auch noch genau zur Sitzlandschaft. Verstehe nicht, warum man das heute so unkomfortabel verkommen lässt.

So eng wie im 460 der Mittelrheinbahn nach Art von 'Knie hinter die Ohren gefaltet' möchte kaum jemand in einem Kompakt-Pkw sitzen. Von Bahnpendlern wird dies erwartet.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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