Zuggattung soll über Vorfahrt entscheiden (Aktueller Betrieb)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 17.04.2021, 02:59 (vor 20 Tagen) @ Christian_S

Dabei ist aber das Problem, das die Fdl nur ihren recht begrenzten Bereich sehen, denn sie haben halt noch andere Aufgaben als nur zur disponieren. Der Streckendisponent dagegen sieht Strecken und Knoten im Rahmen von z.T. über 100 km, kann also sehen, welche Auswirkungen eine Überholung um 13:25 auch noch auf die Einfahrt in einen Knoten um 14:00 hat, was der Fdl unterwegs nicht kann.
Dennoch kann auch der Zugdisponent nicht wissen, wann ein Zug eine Störung haben wird, dann sich irgendein wegen einer Störung stehender Zug wieder fahrbereit meldet, welcher Tf wie gut/flott in ein nicht durchgehendes Hauptgleis einfährt etc. Aus diesem Grund sind das Auflaufen von schnelleren auf langsamere Züge oder Fahrstraßenausschlüsse nicht immer vermeidbar.

Es gibt doch die Bildfahrpläne und LeiBIT (vmtl. nicht mehr aktueller Stand) wo man auch zumindest einiges disponieren kann.
Nur mal ein einfaches Beispiel, auch schon länger her:
Verspätere morgendliche HVZ-verstärker-RB Kempten - Ulm mit allen Halten von Memmingen bis Ulm, dahinter der pünktliche(!) RE Oberstorf - Ulm, ohne Halt von Memmingen bis Ulm. Regulär holt der RE die RB nicht ein, Ankunft in Ulm 4 Min später, aber wegen der Verspätung der RB war das diesmal anders. In Kellmünz ging es noch durch aber in Altenstadt(Iller) hatte der FdL nichts besseres zu tun, als auf dem Bahnsteig zu stehen und mir (ja, ich war Tf) mit den Händen den Blockabstand als Begründung für das Hp0 am Asig anzuzeigen. Das zweite Gleis wäre frei gewesen um die RB davor zur Seite zu stellen...
Auch die restlichen FdL bis Ulm waren trotz freier Hauptgleise (ausgenommen Illertissen, dort ging es wirklich nicht) zu doof, den RE überholen zu lassen. Stop and go von Bf zu Bf weil schleichen ging auch nicht um ggf. Gegenzüge bei deren doppelten Kreuzungen nicht noch länger aufzuhalten. Ergebnis: Beide Züge mit mehr als +15 Ankunft in Ulm und Verlust aller Anschlüsse. Da gibt es wirklich keine Entschuldigungen und Ausreden. Das war einfach Faulheit und Unvermögen von DB-Netz, zumal hier der schnellere Zug eigentlich pünktlich war.

Umleiter-IC, die fast die ganze Donautalbahn zw. Donauwörth und Ulm hinter agilis bummeln müssen, da die Infrastruktur mit genug Überhol-Möglichkeiten und ersichtlich freien Hauptgleisen einfach nicht genutzt wird, kann ich nicht nachvollziehen. An Anschlüssen und Wendezeit des ag kann es nicht gelegen haben.

Ja, es lässt sich nicht immer vermeiden und wenn ein sich ein ICE von. Ingolstadt bis München mal hinter dem MNX anstellen muss - trotz freiger Überholgleise in Rohrbach und Petershausen, weil die Anschlüsse eh weg sind und der MNX mit der knappen Wende dem nächsten ICE aufhalten würde, kann ich es auch verstehen, dass man im Sinn der gesamten, langfristigen Zugfolge entscheidet.
Aber wie oben erwähnt, gibt es halt zu viele Situationen, wo ich schon meine, mich gut genug ausgekannt zu haben, um zu wissen, dass man es besser machen konnte und an anderen Tagen auch gemacht wurde, (RB-Überholung in Altenstadt, ag-Überholungen in Höchstädt bzw. Dillingen).

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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